Fußball

"Sport Bild": Streit zwischen HSV und DFL wegen Pyrotechnik

Bernd Hoffmann, HSV-Vorstandsvorsitzender.

Bernd Hoffmann, HSV-Vorstandsvorsitzender.

Foto: dpa

Hamburg. Die Initiative des Hamburger SV, bei Spielen in Eigenregie Pyrotechnik kontrolliert zu zünden, wird nach einem Bericht der "Sport Bild" (Mittwoch) von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) abgelehnt. Laut dem Magazin soll der DFL-Aufsichtsratschef Peter Penders in einem Gespräch mit HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann das Vorhaben kritisiert haben. Demnach wäre es der falsche Zeitpunkt, angesichts der zunehmenden Pyro-Vorfälle die Pläne umzusetzen.

Der HSV spricht sich schon seit längerem für das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik aus. "Die Verbote haben nicht dazu geführt, dass man auf Pyrotechnik verzichtet", hatte Cornelius Göbel, Leiter der HSV-Fanbetreuung, vor kurzem im Podcast des "Hamburger Abendblatt" gesagt.

Hoffmann hatte ebenfalls im "Abendblatt"-Podcast Pyrotechnik als "Stilmittel und Teil der Fankultur" bezeichnet. Dass schon bald bei einem Spiel kontrolliert Pyrotechnik abgebrannt wird, hatte der 56-Jährige - anders als Göbel - aber nicht gesehen. "Ich befürchte, dass wir das in dieser Saison noch nicht hinkriegen werden."

Der HSV muss regelmäßig für die Pyro-Aktivitäten seiner Fans Strafen bezahlen. So wird das Hamburger Stadtduell im 16. September beim FC St. Pauli (2:0 für St. Pauli) voraussichtlich zu einem teuren Nachspiel werden. Nach DFB-Angaben von vergangener Woche hat der Kontrollausschuss gegen den HSV eine Geldstrafe in Höhe von 250 000 Euro beantragt, der FC St. Pauli soll 180 000 Euro zahlen.

Strafen in dieser Größenordnung wurden bisher noch nicht vom DFB-Sportgericht verhängt. Allein in der Vorsaison hatte der HSV 294 000 Euro für Pyro-Strafen aufwenden müssen.