Gesundheit

Hamburg startet dualen Studiengang für Hebammen

Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg.

Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg.

Foto: dpa

Hamburg. Angehende Hebammen müssen vom kommenden Jahr an in Hamburg ein Studium absolvieren. Die Akademisierung der Geburtshelferinnen sei eine Vorgabe der EU, für die sich auch Hamburg sehr eingesetzt habe, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Mittwoch. Das duale Studium von sieben Semestern werde gemeinsam vom Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) organisiert. Voraussetzung ist die Fachhochschulreife, die mittlere Reife genügt dann nicht mehr. Nach sieben Semestern sollen die Auszubildenden ihr Studium mit dem Bachelor abschließen.

Prüfer-Storcks glaubt, dass die Akademisierung den Beruf für Abiturientinnen attraktiver macht. Die meisten Hebammen hätten jetzt schon die Hochschulreife. Derzeit gibt es in Hamburg 108 Ausbildungsplätze, künftig sollen es 180 sein.

Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Behörde in den Hamburger Geburtskliniken und dem Geburtshaus bei 25 077 Geburten 25 576 Kinder zur Welt gekommen. In der Hansestadt sind laut Hebammen-Verband mehr als 700 Geburtshelferinnen tätig, davon fast 370 freiberuflich. Auf einem Fachtag des Verbands wollen sich Hebammen am Donnerstag über ihre Arbeitsbedingungen austauschen. Auf Initiative von Hamburg, Rheinland-Pfalz, Bremen und Hessen hat sich der Bundesrat am vergangenen Freitag für eine Stärkung der Geburtshilfe ausgesprochen.