Fußball

Sportgericht befasst sich mit Rassismus-Eklat in Hamburg

Hamburg. Das Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbandes wird sich mit einem rassistischen Vorfall bei einem Spiel am vergangenen Wochenende befassen. Das kündigte Verbandssprecher Carsten Byernetzki am Mittwoch bei NDR 90,3 an. Wann sich das Sportgericht mit dem Fall beschäftigen wird, ist noch offen.

Bei einem Kreisliga-Spiel der zweiten Mannschaften des Harburger TB gegen die Vereinigung Tunesien waren nach der Pause HTB-Spieler von Zuschauern beleidigt worden. Die HTB-Mannschaft verließ daraufhin das Spielfeld. "Neben den normalen Schmährufen kamen bei Ballkontakten von Spielern mit dunkler Hautfarbe Affenlaute von den Zuschauern. Das war unerträglich für uns", sagte HTB-Trainer Michael Rolfs der "Hamburger Morgenpost" (Mittwoch). Einige seiner Spieler hätten sogar geweint.

Rolfs nahm ausdrücklich die Vertreter von Gegner Vereinigung Tunesien in Schutz. Es seien nicht die Spieler oder der Trainer gewesen, "sondern die Fans", meinte er. "Der eine Verantwortliche von Tunesien hat sich sogar mehrfach bei mir entschuldigt."

HFV-Sprecher Byernetzki betonte in der "Hamburger Morgenpost": "Wir wehren uns gegen jede Form von rassistischen Äußerungen und werden diese konsequent verfolgen."