Geschichte

Mit dem "Archäoskop" auf Zeitreise zur Hammaburg

Hamburg. Auf dem Hamburger Domplatz ermöglicht ein wie ein futuristisches Fernrohr anmutendes "Archäoskop" eine Zeitreise zu den Anfängen der Hansestadt im 9. Jahrhundert. Landesarchäologe Prof. Rainer-Maria Weiss stellte das multimediale Gerät am Mittwoch in Hamburg vor. Es ist um 360 Grad schwenkbar und gewährt so einen Rundumblick über den Platz, auf dem einst die Hammaburg stand. "Schaut man durch das Archäoskop, so betritt man in virtueller Realität den rekonstruierten Domplatz, wie er sich vor Jahrhunderten dem Besucher dargeboten hätte", erklärte Weiss.

Mit neuester Animationstechnologie und einem rund dreiminütigen Film werden die historischen Schichten des heutigen Domplatzes erklärt. Die Animationen werden durch eine Hörstation ergänzt. Das Angebot auf Deutsch und Englisch ist kostenfrei. Das Gerät wurde den Angaben zufolge durch die "Stiftung Hamburg Verbundenheit" ermöglicht, einer Treuhandstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Hamburg. Bislang gab es auf der grünen Oase im Schatten der Petri-Kirche nur wenige Hinweise auf die einstige historische Bedeutung des Platzes.