Migration

Bündnis will neues Schiff zur Seenotrettung schicken

Hamburg. Ein neues Bündnis aus Evangelischer Kirche, verschiedenen Kommunen, Vereinen und Initiativen will ein weiteres Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer schicken. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und Leoluca Orlando, Bürgermeister aus dem sizilianischen Palermo, wollen heute (14.00 Uhr) in Hamburg die Pläne vorstellen und ein Spendenkampagne starten.

"Solange die Staaten ihrer Aufgabe nicht nachkommen, Menschen zu retten, müssen das eben andere machen, wir müssen Druck auf die Staaten ausüben", sagte Joachim Lenz, Sprecher des Bündnisses "United4Rescue", der Deutschen Presse-Agentur. Ziel des Bündnisses sei es, nicht nur Menschenleben zu retten, sondern auch zivilgesellschaftliches Engagement zu bündeln. Der Impuls für das Schiff sei vom Evangelischen Kirchentag im Juni ausgegangen. Ausgeführt werden soll die Mission auf dem Mittelmeer von den Seenotrettern von Sea-Watch. Wenn alles klappt, soll das Schiff im Frühjahr 2020 in See stechen.