Hamburg

Religionsunterricht auch von nicht christlichen Lehrern

Schulsenator Ties Rabe sprach von einer "wunderbaren Idee für unsere religiös und kulturell vielfältige Stadt".

Schulsenator Ties Rabe sprach von einer "wunderbaren Idee für unsere religiös und kulturell vielfältige Stadt".

Foto: dpa

An Hamburger Schulen sollen Vertreter der Jüdischen sowie der Alevitischen Gemeinde und muslimischer Verbände unterrichten.

Hamburg. An den Hamburger Schulen sollen künftig auch Vertreter nicht christlicher Religionsgemeinschaften Religionsunterricht für alle erteilen. Das teilte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Freitag gemeinsam mit der Bischöfin der evangelischen Nordkirche, Kirsten Fehrs, sowie Vertretern der Katholischen Kirche, der Jüdischen Gemeinde, der Alevitischen Gemeinde und der muslimischen Verbände mit. Rabe sprach von einer "wunderbaren Idee für unsere religiös und kulturell vielfältige Stadt".

Bislang gab es gemeinschaftlichen Lehrplan

Bislang wurde der Religionsunterricht an den staatlichen Schulen für alle Religionen und Konfessionen von der evangelischen Kirche auf Grundlage eines gemeinschaftlichen Lehrplans erteilt. Ein Modellversuch an der Kurt-Tucholsky-Schule in Altona, bei dem auch jüdische, alevitische und muslimische Religionslehrer Religion für alle unterrichteten, sei sehr positiv verlaufen und werde jetzt auf alle Schulen übertragen, hieß es.

Mit der Katholischen Kirche werde ein vergleichbares Modellprojekt vereinbart, mit dem Ziel, dass auch sie sich am Religionsunterricht für alle beteilige, sagte Rabe.