Hamburg

250 Hochschulrektoren treffen sich – Steinmeier spricht

Frank-Walter Steinmeier spricht am Montag bei der Hochschulrektorenkonferenz in Hamburg. (Symbolbild)

Frank-Walter Steinmeier spricht am Montag bei der Hochschulrektorenkonferenz in Hamburg. (Symbolbild)

Foto: dpa

Dabei geht es um Wissenschafts- und Meinungsfreiheit – passend zur aktuellen Debatte um die Lucke-Vorlesungen.

Hamburg. Zum Semesterbeginn hat der umstrittene AfD-Mitgründer Bernd Lucke mit seinen Vorlesungen eine Debatte um Meinungsfreiheit an Hochschulen ausgelöst. Nun dreht sich auch die Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz in Hamburg um die Themen Wissenschafts- und Meinungsfreiheit. Das war einer Sprecherin zufolge allerdings schon vor Semesterbeginn festgelegt worden.

Zu Beginn der Versammlung mit etwa 250 Rektoren und Präsidenten der deutschen Hochschulen wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprechen. Im Anschluss daran soll es eine Podiumsdiskussion zum Thema "70 Jahre Artikel 5 - Die Hochschulen in der Verantwortung" geben. Am Abend werden zudem die mit 25.000 Euro dotierten Preise für Hochschulkommunikation überreicht.

Steinmeier kritisierte Lucke-Störung

Der Bundespräsident äußerte sich bereits im Oktober zu der Verhinderung einer Vorlesung von Bernd Lucke an der Universität Hamburg und einer Lesung des CDU-Politikers Thomas de Maizière. Das offene Ohr, das beherzte Wort, die schonungslos ehrliche, aber auch respektvolle Auseinandersetzung seien Tugenden, die das Land heute dringend brauche, sagte Steinmeier bei einer Veranstaltung in seiner Reihe „Geteilt(e) Geschichten“ in Berlin. Was nicht gebraucht werde, „sind aggressive Gesprächsverweigerung, Einschüchterung und Angriffe“, ergänzte er.

Lucke in Hamburg zu Lehrstuhl zurückgekehrt

Lucke war in diesem Semester an seinen Lehrstuhl für Volkswirtschaft zurückgekehrt, nachdem er nicht erneut in das Europäische Parlament eingezogen war. Er ist ordentlicher Professor und Beamter des Landes. Aus der AfD, die er 2013 mitgegründet hatte, war der Ökonom im Juli 2015 ausgetreten.

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Bei seinen ersten beiden Vorlesungen im Oktober war Lucke zum Teil massiv gestört worden. Die beiden folgenden Vorlesungen konnte er unter Polizeischutz abhalten, private Sicherheitskräfte kontrollierten die Studenten beim Eingang. Außerdem erhielt Lucke private Personenschützer.