Hamburg

Bürgerschaft beschließt Neubau der Jugendanstalt Billwerder

Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) steht in Hamburg in der JVA Billwerder (Archivfoto).

Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) steht in Hamburg in der JVA Billwerder (Archivfoto).

Foto: dpa

Neubau mit gut 200 Plätzen soll das Hamburger Gefängnis auf der Elbinsel Hahnöfersand ersetzen. Baustart im Herbst 2021.

Hamburg. Dem Neubau der Jugendanstalt Hamburg in Billwerder steht nichts mehr im Wege: Die Bürgerschaft hat das Projekt, für das 164 Millionen Euro veranschlagt sind, einstimmig beschlossen und damit die Mittel bereitgestellt. Bis 2026/27 soll angrenzend an die Justizvollzugsanstalt Billwerder ein Gebäudekomplex errichtet werden, der 200 Haftplätze im geschlossenen Vollzug, 18 Plätze im offenen Vollzug sowie 20 Plätze für den Jugendarrest enthalten wird. Die Planung sieht V-förmige, gut einsehbare Hafthäuser vor, die durch eine Magistrale als zentralem Orientierungspunkt verbunden werden.

Grundsätzlich hatte die Bürgerschaft dem Neubau bereits im Rahmen des sogenannten Justizvollzugsfriedens im April 2018 zugestimmt. Teil der Vereinbarung ist die Schließung der Jugendanstalt auf der Elbinsel Hahnöfersand aufgrund des hohen Sanierungs- und Modernisierungsaufwands. „Mit dem Beschluss der Bürgerschaft haben wir einen zentralen Meilenstein erreicht. Der Neubau ist an den neuesten Erkenntnissen aus Praxis und Wissenschaft ausgerichtet und wird den Bedürfnissen der Mitarbeiter sowie der jungen Gefangenen gerecht werden“, sagte Justizsenator Till Steffen (Grüne).

Der Leiter des Projekts, Maximilian Fink, äußerte die Hoffnung, dass im Herbst 2021 mit dem Bau begonnen werden könne. Bis 2027 soll die neue Jugendanstalt in Betrieb gehen.