Energie

Hamburg und Schleswig-Holstein: Wasserstoffzentrum werden

"H2" steht bei der Eröffnung einer Wasserstofftankstelle auf einer Tankklappe.

"H2" steht bei der Eröffnung einer Wasserstofftankstelle auf einer Tankklappe.

Foto: dpa

Hamburg und Schleswig-Holstein wollen Norddeutschland zum Zentrum der Wasserstoff-Technologie machen. "Wir wollen hier etwas entstehen lassen, das es weltweit nicht gibt", sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Mittwoch bei der Eröffnung des Internationalen Wasserstoff-Symposiums in Hamburg. Er betonte die Bedeutung der Technologie für die Energiewende: "Wenn man CO2-frei werden will, braucht man Wasserstoff".

Derzeit ist nachhaltig produzierter Wasserstoff nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Nord noch nicht in größeren Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar. Gerade der Norden mit seinem Überschuss an Wind könne das jedoch ändern und damit das wirtschaftliche Nord-Süd-Gefälle aufheben, sagte die Vorsitzende der IHK Nord, Friederike C. Kühn. "Der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft ist eine große industriepolitische Chance für Arbeitsplätze und Wertschöpfung", sagte auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Hamburg.

Mit Wasserstoff kann Energie gespeichert und transportiert werden. Von "grünem" Wasserstoff spricht man, wenn damit Wind- oder Solarenergie gespeichert wird. Im Mai verabschiedeten die Regierungschefs von Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein Eckpunktepapier zu einer "Norddeutschen Wasserstoff-Strategie", in dem auch Forderungen an Bundesregierung und EU formuliert sind. Unter anderem müssten Strompreisbestandteile wie Steuern, Abgaben und Umlagen so gestaltet werden, dass grüner Wasserstoff wirtschaftlich und konkurrenzfähig hergestellt werden könne.