Kriminalität

Gefesselte Studentin: Ermittler suchen Zeugen

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Foto: dpa

Lübeck. Im Fall der am Wochenende gefesselt und geknebelt gefundenen Studentin hat eine weitere Befragung der 20-Jährigen zu neuen Erkenntnissen geführt. Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass die Täter ein größeres Transportfahrzeug mit einem geschlossenen Kastensystem benutzt haben, wie die Lübecker Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Die Ermittler halten es demnach für möglich, dass die Täter bereits vor der Tat den Ort ausgekundschaftet haben könnten, an dem die Frau später gefesselt und geknebelt zurückgelassen wurde. Es könne daher sein, dass der Transporter bereits vorher jemandem in der Feldmark bei Mönkhagen (Kreis Stormarn) aufgefallen ist. Aus diesem Grund erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Studentin war am Samstagmorgen zufällig auf einem einsamen Feldweg gefunden worden. Daran, wie sie dort hingekommen war, konnte sie sich nach Polizeiangaben nicht erinnern. Sie hatte am Freitagabend eine Party in einem Lübecker Veranstaltungszentrum besucht. Die Ermittler werten nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit das Videomaterial der Veranstaltung aus.

Eine toxikologische Untersuchung soll außerdem Aufschluss darüber geben, ob die Frau möglicherweise mit so genannten K.o.-Tropfen betäubt wurde. Mit einem Ergebnis ist den Angaben zufolge erst in der nächsten Woche zu rechnen.