Notfälle

Weltkriegs-Bombe in Lieth bei Heide entdeckt

Ein Schild "Achtung Kampfmittelräumung. Lebensgefahr. Betreten verboten" ist vor Sandsäcken hinter einer Absperrung an einem vermutlichen Fundort einer Weltkriegsbombe zu sehen.

Ein Schild "Achtung Kampfmittelräumung. Lebensgefahr. Betreten verboten" ist vor Sandsäcken hinter einer Absperrung an einem vermutlichen Fundort einer Weltkriegsbombe zu sehen.

Foto: dpa

Hemmnigstedt. In Lieth bei Heide (Kreis Dithmarschen) ist eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Der Sprengkörper wurde bei einer gezielten Suche in drei Meter Tiefe neben dem Gelände der örtlichen Erdölraffinerie entdeckt, wie Polizeisprecher Stefan Hinrichs am Montag sagte. Der Kampfmittelräumdienst Kiel will die Bombe am Mittwochnachmittag entschärfen. Für die Aktion müssen den Angaben zufolge rund 150 Menschen ihre Wohnungen verlassen, darunter die Bewohner eines nahe gelegenen Seniorenheimes.

Im Raum Hemmingstedt/Lieth wurden bereits mehrfach Weltkriegsbomben gefunden und entschärft. Nach Angaben des örtlichen Beirats für Geschichte galt der Ort im Dritten Reich mit einer jährlichen Förderleistung von bis zu 231 000 Tonnen Rohöl als drittgrößtes Vorkommen in Deutschland. Die Region war ab 1944 mehrfach Ziel von Bombenangriffen der alliierten Kräfte.