Hamburg

Feuerwehr rettet Bürohausdach mit vereinten Kräften

Komplizierter Einsatz in 25 Meter Höhe an der Rosenstraße in der Hamburger Innenstadt. Erst ein Zug aus Eppendorf bringt die Lösung.

Hamburg. Ein Feuer auf dem Dach eines siebenstöckigen Geschäftsgebäudes in der Hamburger Innenstadt hat am Montagmittag zu einer großen Herausforderung und Kraftanstrengung für die Feuerwehr geführt.

Um kurz vor 13 Uhr war bei Arbeiten eine etwa vier mal vier Meter große Trapez-Konstruktion auf dem Flachdach deskomplette eingerüsteten Bürohauses an der Rosenstraße in Brand geraten.

Feuerwehr mit Atemschutz und Kettensägen

Die Berufsfeuerwehr rückte mit 27 Einsatzkräften an und baute über eine Drehleiter eine Wasserversorgung zum Brandherd in 25 Meter Höhe auf.

Unter Atemschutz mussten mehrere Trupps die aus verzinkten Metallblechen bestehende Dachhaut mit Spezial-Kettensägen und Schleifern auftrennen.

Wie Brandschneisen bei einem Waldbrand

Um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, sägte die Feuerwehr seitlich der eigentlichen Brandstelle Riegelstellungen in das Dach ein – ähnlich wie Brandschneisen bei einem Waldbrand.

Anschließend musste die trapezförmige Dacheindeckung großflächig aufgenommen werden, um die eigentlichen Brandherde bekämpfen zu können.

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Freiwillige Feuerwehr Eppendorf muss helfen

Dazu wurde der Technische Zug der Freiwilligen Feuerwehr Eppendorf angefordert, da diese Einheit die notwendigen Geräte und das Rüstmaterial parat hatte.

Auch ein Teleskopmastfahrzeug wurde nachgefordert, um das Material kräfteschonend nach oben befördern zu können. Mit vereinten Kräften gelang es Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, rund 25 Quadratmeter Metall-Dachhaut aufzubrechen.

Feuerwehr: "Körperlich sehr intensiver Einsatz"

Nach vier Stunden war der Schwelbrand schließlich erfolgreich bekämpft. "Für unsere Kräfte war dies ein körperlich sehr intensiver Einsatz, da sich das Dach als sehr widerspenstig erwies", sagte Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger.

Während der Löscharbeiten war die Rosenstraße komplett gesperrt. Wie es zum Brandausbruch kam, ermittelt die Polizei.