Bürgerschaft

Grüne, FDP und AfD treffen sich zu Parteitagen

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, hält eine Rede.

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, hält eine Rede.

Foto: dpa

Hamburg. Knapp fünf Monate vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg halten am Samstag gleich drei Parteien Parteitage ab. Die Grünen wollen bei einer Landesmitgliederversammlung in der Beruflichen Medienschule Wandsbek ihr Wahlprogramm beschließen. Ein Höhepunkt wird dabei die Rede der designierten Spitzenkandidatin, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, sein, die es bislang noch offengelassen hat, ob sie am 23. Februar auch als Bürgermeisterkandidatin gegen Peter Tschentscher (SPD) antreten will. Über die Kandidatenliste entscheiden die Grünen aber erst Anfang November.

Bei der FDP geht es schon jetzt ums Personal: In den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung sollen die Parteimitglieder über die Landesliste entscheiden. Um die Spitzenkandidatur wird es dabei voraussichtlich zur Kampfabstimmung kommen. Nachdem die Bürgerschaftsfraktionsvorsitzende Anna von Treuenfels-Frowein bereits im Juni von der Parteiführung als Spitzenkandidatin vorgeschlagen worden war, hatte vor vier Wochen auch die Vorsitzende der Fraktion in der Bezirksversammlung Bergedorf, Sonja Jacobsen, im Rennen um Platz eins ihren Hut in den Ring geworfen.

Auch die AfD wählt am Samstag und Sonntag ihre Landesliste. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Alexander Wolf und Dirk Nockemann wollen sich den Parteimitgliedern als Spitzenduo präsentieren. Damit sie sich in einer Kampfkandidatur um Platz eins nicht gegenseitig beschädigen, hätten sie das Los entscheiden lassen, teilte Wolf mit. Nockemann habe dabei den Kürzeren gezogen und bewerbe sich nun um Platz zwei. Den Bürgersaal Wandsbek hatte sich die AfD als Tagungsort für den Parteitag erst Ende August gerichtlich erstritten. Zunächst war der Partei die Nutzung des Saales vom Betreiber verweigert worden.