Kirche

Von Patchwork bis Transgender: Diskussion um Familienmodelle

Die grafische Darstellung einer Familie aus Mutter, Vater, Kind und einem Kinderwagen.

Die grafische Darstellung einer Familie aus Mutter, Vater, Kind und einem Kinderwagen.

Foto: dpa

Familie ist mehr als Vater, Mutter und Kind. Die Synode der Nordkirche will bei ihrer Tagung in Travemünde die verschiedenen Lebensmodelle diskutieren. Dabei soll auch die Jugend zu Wort kommen.

Travemünde. Die Vielfalt der Familien- und Lebensformen in den Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland steht im Mittelpunkt der Tagung der Synode der Nordkirche, die am Donnerstag in Lübeck-Travemünde beginnt. Bis zum Sonnabend wollen die 156 Synodalen darüber diskutieren, wie die Kirche Menschen in allen Familienformen begleiten und stärken kann. Dazu sind unter anderem am Freitag Beiträge von Lebensexpertinnen und -experten sowie Gruppendiskussionen vorgesehen. Auch eine Stellungnahmen von Jugendlichen ist geplant.

Die Themensynode mit dem Titel "Familienformen, Beziehungsweisen: Vielfalt sehen und fördern - Menschen stärken" war bereits 2016 beschlossen worden. Damals hatte das Kirchenparlament der Nordkirche die Segnung von eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften beschlossen. Jetzt liegt der Synode unter anderem ein Antrag vor, diese Segnungen in "Trauung" umzubenennen.

Bereits am Donnerstag wollen die Synodalen eine neue Kirchenleitung wählen. Ihr gehören die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche sowie haupt- und ehrenamtliche Kirchenmitarbeiter an. Die 2013 gewählte erste Kirchenleitung wird nach Angaben eines Kirchensprechers am Donnerstagabend mit einem Gottesdienst in der Travemünder St.Lorenz-Kirche verabschiedet. Außerdem soll am Donnerstag der Klimaschutzbericht der Nordkirche für das Jahr 2017 vorgestellt werden.