Radrennen

Tour de France: CDU will den Start nach Hamburg holen

Rührende Geste: Vorjahressieger Thomas gratuliert bei der Tour de France seinem Nachfolger, Teamkollege Bernal. (Archiv)

Rührende Geste: Vorjahressieger Thomas gratuliert bei der Tour de France seinem Nachfolger, Teamkollege Bernal. (Archiv)

Foto: Reuters/Christian Hartmann

Bürgerschaftsfraktion sieht die Stadt dank der Cyclassics gerüstet – und denkt bei ihren Plänen auch an Bremen und die Umwelt.

Hamburg. Die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft will den Start der Tour de France nach Hamburg holen. Bereits viermal sei es deutschen Städten gelungen, den Auftakt der Tour auszurichten – zuletzt Düsseldorf im Jahr 2017, heißt es in einem Antrag der Bürgerschaftsfraktion. "Auch für Hamburg wäre dies eine große Chance." In dem Antrag wird der Senat aufgefordert, sich beim Tour-Veranstalter als Austragungsort für die Startetappe 2023 zu bewerben. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Durch die Cyclassics sei Hamburg erfahren im Umgang mit Radsport-Großveranstaltungen. Neben der Chance für die Stadt, sich vor mehreren Millionen TV-Zuschauern weltweit zu präsentieren, "würde auch die lokale Wirtschaft stark profitieren, was für einen Ausgleich der zu tragenden Ausrichtungskosten sorgen würde", heißt es zur Begründung.

Etappe nach Bremen angedacht

"Ein 'Grand Départ' ab Hamburg mit einer Etappe etwa nach Bremen ermöglicht zudem einen umweltfreundlichen Weitertransport des Materials auf dem Seeweg nach Frankreich", schreiben die Antragsteller. Das stelle eine Alternative zu den bisherigen Flügen dar, wie sie etwa nach den Starts in Berlin und Dublin notwendig gewesen seien.

Die Tour de France startet alle zwei Jahre außerhalb Frankreichs – in diesem Jahr in Belgien, 2021 in Kopenhagen. Neben Düsseldorf und Berlin (1987) waren auch schon Frankfurt (1980) und Köln (1965) Ausrichter.