Feuerwehreinsätze

FDP fordert "Grüne Welle" für Retter in Hamburg

Für Rettungswagen sollen die Ampeln in Hamburg künftig immer Grün zeigen – dafür setzt sich die FDP ein (Symbolbild).

Für Rettungswagen sollen die Ampeln in Hamburg künftig immer Grün zeigen – dafür setzt sich die FDP ein (Symbolbild).

Foto: dpa

Hamburg leidet an dichtem Verkehr und häufigen Staus. Eine spezielle Technik könnte die Feuerwehr schneller durch die Stadt leiten.

Hamburg. Damit Einsatzfahrzeuge der Rettungsdienste in Hamburg schneller ans Ziel kommen, fordert die FDP eine "Grüne Welle" für Retter. "Wenn die Feuerwehr beklagt, dass sie trotz Blaulicht und Martinshorn auf Hamburgs verstopften Straßen immer häufiger feststeckt, dürfen wir das nicht ignorieren", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion, Ewald Aukes.

Im Juni hatte die Feuerwehr beklagt, in nur noch 62 Prozent der Einsätze das selbst gesteckte Ziel einhalten zu können, binnen acht Minuten am Einsatzort zu sein. Schuld seien unter anderem auch Staus und Baustellen in der Stadt. "Nach einem Unfall, bei einem Brand oder in sonstigen Gefahrenlagen müssen die Retter schnell am Einsatzort sein", sagte Aukes. In einem Antrag für die Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche soll der Senat deshalb aufgefordert werden, verkehrstechnische Maßnahmen zu prüfen, um ein besseres Durchkommen der Einsatzfahrzeuge zu gewährleisten.

Technik soll "Grüne Welle" für Retter ermöglichen

"Weder der Senat noch die Feuerwehr haben bisher offizielle Zahlen, ob und wenn ja, wie häufig Rettungsfahrzeuge im Hamburger Stau stehen." Deshalb fordert der Antrag, auch dies zu prüfen und in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Moderne Technik ermögliche es, Ampeln intelligent zu schalten, "so dass sie den Rettern Grün zeigen und dadurch eine freiere Fahrt ermöglichen", sagte Aukes. Dies zeige sich am Beispiel der Stadt Wedel, in der es seit Januar vergangenen Jahres eine "Grüne Welle" für Retter gebe. "Das verkürzt Eintreffzeiten und mindert Unfälle mit Einsatzfahrzeugen. Wir fordern deshalb, eine zügige und flächendeckende Verkehrstelematik und eine damit einhergehende Verkehrssteuerung."