Hamburg

Benzin aus Porsche abgepumpt – Großfeuer in Wilhelmsburg

Kfz-Werkstatt komplett abgebrannt, Rauchsäule weit sichtbar, 100 Feuerwehrleute vor Ort. Die Ursache ist jetzt klar.

Hamburg. In Wilhelmsburg ist eine 200 Quadratmeter große Autowerkstatt niedergebrannt. Eine Rauchsäule war am Donnerstagabend zeitweise weit über Wilhelmsburg hinaus bis in die Hamburger Innenstadt sichtbar. Laut Lagedienst der Feuerwehr ging der Alarm um 19.45 Uhr bei den Rettern ein. Als die Feuerwehrleute eintrafen, stand die Werkstatt an der Straße Pollhornbogen bereits komplett in Flammen.

Ein Auto in der Werkstatt habe Feuer gefangen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Anwohner haben nach den Angaben des Sprechers auch mehrere Explosionen gehört. Mittlerweile ist die Ursache bekannt: Nach Informationen des Abendblatts hat ein Mitarbeiter (40) an einem Porsche Panamera gearbeitet, der falschen Treibstoff getankt hatte. Beim Abpumpen des Sprits hat dieser sich entzündet und das Auto in Brand gesetzt.

Die Einsatzkräfte brachten das Feuer zügig unter Kontrolle. "Die ersten Löschversuche zeigen bereits Wirkung", so ein Sprecher des Lagedienstes gegen 20.15 Uhr. Problematisch: Direkt an die Kfz-Werkstatt grenzt ein Wohnhaus. Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Haus zu verhindern. 100 Feuerwehrleute waren bis in den späten Abend vor Ort. Gegen 22 Uhr war das Feuer dann gelöscht.

Das Gebäude ist teilweise zusammengestürzt, weil Stahlträger durch die Hitze des Feuers schmolzen. In der Halle lagerten Lacke, Reifen und Öle.

Weil es vor Ort windstill war und der Rauch nicht in Wohngebiete weitergetragen wurde, musste die Feuerwehr kein Katwarn auslösen. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt.

Jetzt ermittelt die Polizei die Ursache des Brandes.