Bildung

Fast 1000 neue Lehrer im Hamburger Rathaus begrüßt

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Foto: picture alliance

Hansestadt bei Bewerbern beliebt. Hamburg muss nur in Ausnahmefällen auf Quereinsteiger zurückgreifen.

Hamburg. Schulsenator Ties Rabe (SPD) ist optimistisch, den steigenden Bedarf an Lehrkräften auch künftig trotz des in anderen Teilen Deutschlands herrschenden Lehrermangels decken zu können. Im Vergleich mit anderen Bundesländern, in denen Bewerbermangel herrsche und viele Stellen mit Quereinsteigern besetzt würden oder unbesetzt blieben, stehe Hamburg noch gut da, sagte er am Donnerstag am Rande der Begrüßung von knapp 1000 neuen Lehrkräften im Rathaus. "So konnten wir in diesem Halbjahr alle 413 Referendariatsplätze besetzen und mussten mit 4,4 Prozent lediglich im Ausnahmefall auf Quereinsteiger zurückgreifen."

Neben den 413 Referendaren wurden auch 573 neue, bereits fertig ausgebildete Lehrkräfte zu ihrem Dienstantritt begrüßt. Damit seien in diesem Jahr schon 880 neue Lehrer eingestellt worden, sagte Rabe. "Hamburg hat auch künftig einen hohen Bedarf von 800 bis 900 Lehrkräften pro Jahr."

Zahl der Ausbildungsplätze steigt

Die "große Pensionierungswelle" habe man zwar hinter sich. Dennoch würden auch dieses Jahr voraussichtlich 627 Lehrerinnen und Lehrer aus Altersgründen ausscheiden. Ziel sei es, jedes Jahr rund 250 neue Lehrer mehr einzustellen als in Pension gehen, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Bis 2030 rechnet Hamburg mit 25 Prozent mehr Schülern.

Um den Bedarf an Lehrern zu decken, wird die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht. Wurden im vergangenen Jahr noch 655 Referendarinnen und Referendare eingestellt, sollen es in diesem Jahr 748 werden und ab 2020 jährlich 810 sein.