Hamburg

Bahn baut ICE-Werke mit Millionen Euro aus

Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand, steht vor einem ICE. 

Berthold Huber, DB-Personenverkehrsvorstand, steht vor einem ICE. 

Foto: dpa

Mehr Pünktlichkeit für ICE und IC: Davon profitiert auch ein großes Werk der Deutschen Bahn in Hamburg.

Hamburg. Die Deutsche Bahn will ihre Instandhaltungswerke für den Fernverkehr ausbauen, "um die Pünktlichkeit und Qualität ihrer ICE- und IC-Züge zu verbessern". Das geht aus einer Einladung des Unternehmens zu einem Werksbesuch am Donnerstag (12 Uhr) in Hamburg hervor. Der DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber wolle die "Maßnahmen in Millionenhöhe" exemplarisch im Hamburger Werk Langenfelde vorstellen. Hier seien die ersten Ausbauten erfolgt. Auch der Parlamentarische Staatssekretär für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, wird zu dem Termin erwartet.

Im Fernverkehr hatte die Bahn 2018 erhebliche Probleme, ihre Züge pünktlich ans Ziel zu bringen. Jeder vierte ICE, Intercity oder Eurocity kam 2018 zu spät. Dennoch fuhren rund 148 Millionen Reisende mit Fernverkehrszügen, so viele wie nie.

So will Bahnchef Lutz aus der Krise fahren

Der bundesweite Ausbau der Instandhaltungswerke ist ein Bestandteil der neuen Strategie "Starke Schiene", mit der Bahnchef Richard Lutz den Staatskonzern aus der Krise führen will. Weil die Flotte an der Belastungsgrenze fahre, steige auch die Zeit, die für die Instandhaltung der Züge gebraucht werde - um acht Prozent seit 2016, heißt es im 170-Seiten starken Konzeptpapier zur "Starken Schiene". Deshalb will die Bahn diese Anlagen erweitern und Arbeitsprozesse digitalisieren und automatisieren.

Es gelte auch, "die Fahrzeugkapazitäten deutlich zu erhöhen, um unser Ziel von rund 260 Millionen Reisenden im Fernverkehr zu erreichen." Um die Attraktivität der Bahn zu erhöhen, ist außerdem ein Halbstundentakt für die Fernzüge in mehr als 30 Großstädten geplant. Schon bis 2021 sollen alle Fernzüge kostenfreies WLAN erhalten - also auch Intercity-Züge.