Verjährte Gebühren will der Dachverband in eine Geschäftsstelle und einen Fonds stecken. Die Vereine wollen lieber selbst entscheiden.

Die Schreberrebellen wollen Ihr Geld zurück. Exakt 624.205,48 Euro soll der Landesbund der Gartenfreunde (LGH) seinen 312 Mitgliedsvereinen zuviel abverlangt haben. Und diese überzahlten Beiträge für nie abgeforderte Gebühren der Stadt sollen nach dem Willen der „Rebellen“ jetzt anteilig an die Kleingartenvereine zurückfließen. Doch der Landesbund als Dachverband der Kleingartenvereine will das Geld behalten und Teile davon für die Sanierung seiner Geschäftsstelle an der Fuhlsbütteler Straße verwenden.

„Der LGH steht mit einem Vermögen von etwa 7 Millionen Euro fürstlich da und wird von den 312 Kleingartenvereinen jährlich mit stolzen 40 Prozent ihrer Mitgliedsbeiträge, das sind 1 Million Euro, alimentiert“, hieß in einer Mitteilung der Rebellen. „Es stößt auf massives Unverständnis, wenn die Vereine nun zugunsten ihres Verpächters auf ihr dringend benötigtes Geld verzichten sollen.“