Verteidigung

"Gorch Fock"-Sanierung: Unterlagen nach Berlin weitergegeben

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" ist zu sehen.

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" ist zu sehen.

Foto: dpa

Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück will bei den Ermittlungen zur überteuerten Sanierung des Segelschulschiffes "Gorch Fock" auch die Arbeit des Verteidigungsministeriums in den Blick nehmen. Dazu seien Unterlagen an die Staatsanwaltschaft Berlin weitergeleitet worden, sagte der Sprecher der Behörde in Osnabrück, Christian Bagung, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. In Berlin solle geprüft werden, ob sich ein Anfangsverdacht der Untreue gegen Mitarbeiter des Ministeriums ergibt. Dabei gehe es um die Vorlagen im Ministerium, mit denen jeweils die Kostensteigerungen bei der Sanierung der "Gorch Fock" begründet worden seien. Statt knapp 10 Millionen Euro soll die Überholung des Traditionsseglers mittlerweile 135 Millionen Euro kosten.