Verkehr

VW-Fahrdienst Moia startet in Hamburg

Moia-Geschäftsführer Robert Henrich steht vor zwei Modellen des Fahrdienstanbieters in der Hamburger Speicherstadt.

Moia-Geschäftsführer Robert Henrich steht vor zwei Modellen des Fahrdienstanbieters in der Hamburger Speicherstadt.

Foto: HA

Das Sammeltaxi beginnt seinen Betrieb in der Stadt mit 100 Fahrzeugen. Welche Alternativen Hamburger außerdem haben.

Hamburg. Das Sammeltaxi Moia nimmt heute in Hamburg offiziell seinen Betrieb auf. Die 100 elektrisch angetriebenen Kleinbusse können von Kunden über die App des Unternehmens gebucht werden. Sie teilt neben dem Fahrpreis den nächstgelegenen Haltepunkt für das Sammeltaxi mit, der höchstens 150 Meter entfernt sein soll. Während der Fahrt können andere Passagiere aus- und zusteigen, die eine ähnliche Strecke zurücklegen wollen.

Moia-Geschäftsführer Robert Henrich spricht von einem "Meilenstein für Moia", auf den man seit der Gründung des Unternehmens Anfang 2017 hingearbeitet habe: "Es ist auch ein Meilenstein für den Verkehr in Hamburg. Mit Moia ergänzen wir das Angebot in der Stadt durch ein vollelektisches Ridesharing-System.“ Auch Verkehrs-Staatsrat Andreas Rieckhof (SPD) äußerte sich lobend zum Start des neuen Angebots: „Wir sind stolz, dass das innovative Projekt in Hamburg startet, das weltweit ausgerollt werden soll.“

Moia will Fuhrpark auf 500 Fahrzeuge vergrößern

Der Preis für eine Fahrt mit dem Sammeltaxi soll im Durchschnitt bei sechs bis sieben Euro je Fahrt liegen, wie das Unternehmen berichtete. Moia will an Werktagen von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts fahren, an Wochenenden und Feiertagen durchgehend. Bis zum Ende des Jahres sollen rund 500 Moia-Fahrzeuge auf den Hamburger Straßen unterwegs sein und einen Großteil des Stadtgebietes nördlich der Elbe abdecken.

Aktuell beschäftigt Moia 400 Fahrer in Festanstellung, registriert sind laut Unternehmensangaben bereits rund 100.000 Kunden – der Großteil in Hannover. Dort hat Moia erste Erfahrungen gesammelt; allerdings noch mit umgebauten benzingetriebenen Transporter. Ein Konsortium aus der Universität der Bundeswehr München (UniBW) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) soll über die kommenden zwei Jahre die Wirkungen des Moia-Ridesharing auf die städtische Mobilität untersuchen, teilte das Unternehmen mit.

Hamburger haben auch andere Möglichkeiten

Für mehr Beweglichkeit stehen in Hamburg des weiteren zur Verfügung: Car2Go/DriveNow (Carsharing von BMW und Daimler), Ioki (On-Demand-Angebot Deutsche Bahn) und BlaBlaCar (Mitfahrzentrale). Klassische Taxi-Unternehmen wie Hansa-Taxi und MyTaxi bieten ebenfalls Ride-Sharing an, geteilte Fahrten zu günstigeren Preisen.

In der Switchh-App bündelt Hamburg Mobilitätsangebote: von U- und S-Bahnen über Leih-Fahrräder, Mietwagen, Car-Sharing bis hin zu Sammeltaxis. Der Benutzer soll so mit einer Anwendung in seinem Smartphone den schnellsten und günstigsten Weg finden, seine Mobilität in der Stadt sicherzustellen, ohne ein eigenes Auto zu benutzen.