St. Pauli

Paloma-Viertel: Nachbarn stellen Forderungen an Planer

Ein Modell der geplanten Bebauung des ehemaligen Esso-Häuser-Areals und des künftigen Paloma-Viertels.

Ein Modell der geplanten Bebauung des ehemaligen Esso-Häuser-Areals und des künftigen Paloma-Viertels.

Foto: dpa

Bis Montag lag der Plan öffentlich aus. Anwohner haben Stellungnahmen zum Neubau am Spielbudenplatz abgegeben.

Hamburg. Mit dem möglichen finanziellen Einstieg der Stadt Hamburg in den Gebäude-Neubau im Paloma-Viertel an der Reeperbahn ist Bewegung in das Großprojekt gekommen. Nun fordern die Planer, dass die wichtigsten Wünsche der Bürger aus dem Beteiligungsverfahren so detailliert wie möglich im Bebauungsplan festgeschrieben werden. Diese waren von dem durch die Stadt beauftragten Büro "Planbude" zu einem sogenannten Nachbarschaftscluster zusammengefasst worden.

"Wir wünschen uns schon, dass jetzt die Karte gezogen wird, diese Inhalte im Bebauungsplan festzuschreiben", sagte Christoph Schäfer von der Planbude am Dienstag dazu. Im besten Fall geschehe das sogar für jede einzelne Etage. Das derzeit brach liegende Grundstück für den geplanten Gebäudekomplex am Spielbudenplatz neben dem Panoptikum gehört der Bayerischen Hausbau.

Bezirk solle Bebauungsplan im Sommer zustimmen

In langwierigen Verhandlungen zwischen Stadt, Bürgern und der Eigentümerin hatten sich alle Seiten darauf geeinigt, dass ein großes Hotel möglich ist, wenn im Gegenzug der Lokalkolorit erhalten bleibt. Das heißt, es sollen bezahlbare Räume für Reeperbahn-typische Clubs und Läden, eine Stadtteilkantine sowie frei zugängliche Skate- und Kletterplätze auf den Dächern ermöglicht werden. Zudem sollen 60 Prozent der etwa 200 Wohnungen öffentlich geförderte Einheiten sein. Ein Teil davon soll genossenschaftlich gebaut werden.

Einer Behördensprecherin zufolge sollte der Bezirk Mitte im Frühsommer dem Bebauungsplan zustimmen. Bis Montag lag der Plan öffentlich aus. "Es sind sehr viele Stellungnahmen eingegangen, die nun alle bearbeitet und beantwortet werden", sagte sie. "Wir werden trotzdem versuchen, den Zeitplan zu halten."

Ursprünglich sollte der Container der Planbude jetzt wieder abgebaut werden. Nun aber will das Team noch so lange am Ort bleiben, "bis die Realisierung aller Bausteine (...) wirklich gesichert ist", so Architektin und Planerin Renée Tribble.