Gesellschaft

Nur zwei Anträge für drittes Geschlecht in Hamburg

Ein Plakat für eine dritte Option für die Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen.

Ein Plakat für eine dritte Option für die Geschlechtsbezeichung intersexueller Menschen.

Foto: dpa

Seit Januar ist neben männlich und weiblich im Geburtenregister auch die Option divers für intersexuelle Menschen möglich.

Hamburg. In Hamburgs Standesämtern sind bisher nur zwei Anträge von Bürgern auf Eintragung des dritten Geschlechts eingegangen. Seit Januar ist neben männlich und weiblich im Geburtenregister auch die Option divers für intersexuelle Menschen möglich. Den Standesämtern zufolge wurde noch kein Neugeborenes unter divers registriert. Bei den Anträgen in den Standesämtern Altona und Nord handelte es sich nach Behördenangaben um Erwachsene, die eine Änderung wünschten.

Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember beschlossen. Damit setzte das Parlament eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem vergangenen Jahr um. Die bisherige Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, wurde darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet.