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Reiseziel Essen

Ruhrmetropole im Wandel: Essen bietet mehr

Essener Wahrzeichen: UNESCO-Welterbe Zollverein

Essener Wahrzeichen: UNESCO-Welterbe Zollverein

Foto: Jochen Tack/Stiftung Zollverein

Die einstige Zechenstadt bietet weit mehr als „nur“ Industriekultur und zieht neben Gründern auch immer mehr Touristen an.

Von Schwarz zu Grün – als einstige Zechenstadt ist sich Essen seines industriellen Erbes bewusst. Die Ruhrmetropole hält deshalb aber nicht an den alten Geschichten fest, sondern kultiviert aus Tradition die Erneuerung. Das zeigt sich zum Beispiel am UNESCO-Welterbe Zollverein. Das Architektur- und Industriedenkmal steht für einen Epochenwandel: Einst fuhren hier Kumpel in tiefe Stollen, um kohlpechrabenschwarz wieder ans Tageslicht zu kommen. Heute beherbergt das Gelände richtungsweisende Kulturinstitutionen wie das von Sir Norman Foster umgebaute Red Dot Design Museum. Und der PACT-Zollverein ist mit dem Choreographischen Zentrum und der Tanzlandschaft Ruhr ein Kraftwerk der deutschen Kulturszene in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Performance, Theater, Medien und Bildende Kunst. Essen ist auch Standort des Museum Folkwang mit Werken von Renoir bis Richter. Das allein ist für Liebhaber der modernen Kunst schon eine Reise wert.

Stahlmagnaten wie die Familie Krupp machten Essen zum reichen Industriezentrum. Ihr ehemaliges 269-Zimmer-Einfamilienhaus, die Villa Hügel, dient heute als Ort für renommierte Ausstellungen. In der Domschatzkammer und dem benachbarten Dom dagegen ist eine der bedeutendsten Sammlungen kirchlicher Kunstschätze in Deutschland zu besichtigen. Zum Essener Domschatz gehört auch die älteste Marienfigur der Welt. Die rund 1170 Jahre alte Stadt Essen bietet also weit mehr als „nur“ Industriekultur. Dazu gehört übrigens auch viel Natur: Beliebt wurde es beispielsweise, die Region auf dem Fahrrad auf den alten Gleistrassen zu erkunden. Die wurden zu Radwanderwegen umfunktioniert und führen auf unverwechselbare Art in die umliegenden Naherholungsgebiete.

Ideale Bedingungen für Start-ups

Das heißt aber nicht, dass Essen nur Tourismus kann. Allein sechs der 50 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland sind in der inoffiziellen Hauptstadt des Ruhrgebiets beheimatet. Darunter echte Schwergewichte wie RWE, thyssenkrupp und E.ON. Vor Ort kann man sich zudem davon überzeugen, dass Start-ups nicht nur in Berlin beste Bedingungen finden. Im Gegenteil: Die Mieten sind hier inzwischen günstiger. Und das geschäftliche Ökosystem beflügelt die Start-up-Szene. Die Start-up-Initiative der EWG – Essener Wirtschaftsförderung sorgt seit vergangenem Jahr dafür, dass sich die Stadt auch in diesem Segment auf nationalem Niveau entwickelt. Essen? Vorbeikommen wegen der Kultur – Bleiben wegen der Perspektiven.