Urheberrecht

Tausende Hamburger fordern "Freies Netz für freie Bürger"

Protestzug gegen geplante Urheberrechtsreform in der Europäischen Union zog durch die Hansestadt.

Hamburg. Zahlreiche Gegner der geplanten Urheberrechtsreform in der Europäischen Union haben in Hamburg für ein freies Internet geworben. „Freies Netz für freie Bürger“, lautete eine der Forderungen. Der Demonstrationszug startete am Sonnabendmittag am Gänsemarkt und zog danach durch die Innenstadt. Schätzungen zufolge waren gut 7000 Menschen auf der Straße.

Die Initiative „Save the Internet“ hatte bundesweit zu Protestzügen aufgerufen. Zudem sind Proteste in vielen Städten in ganz Europa angekündigt. Gegner kritisieren vor allem Artikel 13 der geplanten Reform. Sie befürchten eine Einschränkung der Netzkultur. Ebenfalls in der Kritik steht Artikel 11, der ein Leistungsschutzrecht für Verleger einführen würde. Nach Ansicht der Befürworter wird dagegen mit der Reform das Urheberrecht fit für das Internet gemacht. Das Europaparlament stimmt am Dienstag in Straßburg über die umstrittene Reform ab. Der Rat der EU, der die Regierungen vertritt, müsste die Reform nach dem Votum noch bestätigen. Das gilt aber als Formsache, da die Regierungen auf unterer Ebene bereits zugestimmt haben.