Hamburg

Verhandlungen im öffentlichen Dienst: Verdi macht Druck

Beschäftigte des öffentliches Dienstes stehen bei einer Kundgebung auf dem Hamburger Gänsemarkt.

Beschäftigte des öffentliches Dienstes stehen bei einer Kundgebung auf dem Hamburger Gänsemarkt.

Foto: dpa

Beschäftigte aus Behörden, Hochschulen und Schulen versammelten sich am Dienstagmorgen auf dem Gänsemarkt.

Hamburg. Vor der am Mittwoch beginnenden zweiten Tarif- und Besoldungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder hat Verdi in Hamburg Entschlossenheit demonstriert. Rund 300 beschäftigte aus Bezirksämtern, Behörden, Landesbetrieben, Schulen und Hochschulen versammelten sich am Dienstagmorgen auf dem Gänsemarkt, um der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld – zumindest aber 200 Euro mehr im Monat – Nachdruck zu verleihen. Verdi-Tarifkoordinatorin Sieglinde Frieß sprach von einem „guten Anfang außerhalb der Arbeitszeit“.

Die Arbeitgeber müssten bei den zweitägigen Gesprächen in Potsdam nun ein Angebot vorlegen, forderte Verdi-Landesbezirksleiter Berthold Bose. Ansonsten sei die Stimmung unter den Beschäftigten „sehr gut, dafür auch auf die Straße zu gehen, und zwar nicht in ihrer Freizeit“. Die Beschäftigten seien bereit, den Arbeitgebern „Entscheidungshilfe“ zu geben, warnte er.

Die Tarifgemeinschaft der Länder hatte die Forderung der Gewerkschaften in der ersten Runde vor zwei Wochen als überzogen abgelehnt. In Hamburg sind rund 30.000 Tarifbeschäftigte von den Verhandlungen betroffen. Unterstützung gebe es auch von den rund 40.000 Beamten, die eine „zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses“ forderten, sagte die zuständige Verdi-Fachbereichsleiterin Angelika Gericke.