St. Pauli

Eigentümerin der Schilleroper wehrt sich gegen Kulturbehörde

Die marode Schilleroper auf St. Pauli

Die marode Schilleroper auf St. Pauli

Foto: Andreas Laible

Die vom Denkmalschutz geforderten Maßnahmen stehen laut Eigentümerin im Widerspruch zu einem aktuellen Gutachten.

Hamburg.  Im Streit um die Schilleroper wehrt sich die Eigentümerin in einer Stellungnahme gegen das Vorgehen der Kulturbehörde, die den denkmalgeschützten Zirkusbau erhalten will. Dafür stellte die Behörde der Eigentümerin ein Ultimatum, ihr Denkmal zu schützen, nachdem das Gebäude jahrelang verfallen war. Falls sie sich weigern sollte, hat die Behörde damit gedroht, die nötigen Schutzmaßnahmen selbst zu beauftragen und ihr die Rechnung zu schicken.

Widerspruch zu Gutachten

Die vom Denkmalschutz geforderten Maßnahmen stehen laut Eigentümerin aber im Widerspruch zu einem aktuellen Gutachten. Darin stehe, dass die Stahlkonstruktion lediglich nachgebaut, aber nicht erhalten werden könne. Außerdem seien seit 2007 keine weiteren Schäden aufgetreten. Deshalb wolle sie am bisherigen Konzept festhalten: Wohnraum schaffen. Die Kulturbehörde entgegnet: „Die jüngste gutachterliche Stellungnahme bescheinigt sehr wohl die grundsätzliche Sanierungsfähigkeit der denkmalgeschützten Stahlkonstruktion“, sagt Sprecher Enno Isermann.