Hamburg

Randalierer verwüstet die "Cap San Diego"

Polizei hat mutmaßlichen Randalierer ermittelt – dieser entleerte Feuerlöscher im Maschinenraum. Warum die Reinigung kompliziert ist.

Hamburg.  Das war ein Schock für den ehrenamtlichen Helfer auf dem Museumsschiff "Cap San Diego" an der Überseebrücke: Als der Ingenieur am Sonnabend den Maschinenraum öffnete, war alles weiß bedeckt. Ein Randalierer hatte das Pulver aus dem Feuerlöscher auf dem Museumsschiff versprüht.

Das ABC-Pulver ist überall im Maschinenraum verteilt. „Das wurde aus purer Willkür herumgesprüht“, sagt Gesa Rädeker vom Bordmanagement. Denn einen Brand oder einen Feueralarm habe es nicht gegeben. Die weiße Substanz liegt nun auf Rohren, in Leitungen und Schaltungen, auf dem Boden. „Dieser Akt von Vandalismus ist ein großes Problem für uns“, sagt sie. Denn die 120 ehrenamtlichen Helfer könnten den Schaden nicht beheben. Da muss eine Fachfirma ran. Der Grund: „Das Pulver ist korrosiv.“ Spätfolgen sind nicht ausgeschlossen, „wenn sich Rost bildet und dieser erst später in den Leitungen sichtbar wird.“ Die Fachfirma, so schätzt Gesa Rädeker, werde mit der Säuberung mit fünf Mann fünf Tage lang beschäftigt sein. Und das kostet. Rädeker schätzt, dass der Schaden im fünfstelligen Bereich liegt.

Täter hat sich vermutlich im Maschinenraum einschließen lassen

Wie der Randalierer überhaupt in den Maschinenraum gelang? Rädeker vermutet, dass er sich darin nach Betriebsschluss hat einschließen lassen. Denn abgeschlossen war der Bereich. Die Polizei hat inzwischen einen 27-Jährigen ermittelt, der wohl nach einer Feier an Bord in der Nacht von Freitag auf Sonnabend den Feuerlöscher entleert habe. „Ein Verfahren wurde eingeleitet, die Ermittlungen dauern an“, so eine Polizeisprecherin.

Die Crew lässt sich davon nicht entmutigen, sagt Frau Rädeker. „Wir sind alle weiterhin mit Herzblut dabei“. Zum Hafengeburtstag im Mai werde die Cap San Diego wieder fahrtüchtig sein.

Um Spenden für die Reinigung gebeten

Doch die vorhandenen finanziellen Mittel für die Reinigungsarbeiten sind knapp. Daher ruft Gesa Rädeker die Hamburger auf zu spenden. „Jeder Euro hilft!“

Spenden bitte an: Cap San Diego Betriebsgesellschaft mbH. Bankverbindung: Hamburger Sparkasse, IBAN: DE 20 2005 0550 1002 1895 10, BIC: HASPDEHHXXX. Betreff „Maschine“.