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Hamburger Restaurantkette Bolero an Münchner verkauft

Christopher Nolde (l.) mit Restaurantleiter Nikolay Parashkevov im Bolero an der Rothenbaumchaussee

Christopher Nolde (l.) mit Restaurantleiter Nikolay Parashkevov im Bolero an der Rothenbaumchaussee

Foto: Klaus Bodig / HA

Der Investor will die Zahl der Standorte in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Dadurch entstehen auch neue Jobs.

Hamburg.  Das Bolero mit der großen Außenterrasse an der Rothenbaumchaussee ist quasi schon zu einer Institution in der Stadt geworden. Seit mittlerweile zwei Jahrzehnten werden dort Cocktails gemixt und Speisen aus der amerikanischen Küche serviert. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Allerdings unter der Aufsicht eines neuen Eigentümers. Denn der Münchner Investor Aurelius hat nach Informationen des Abendblatts die bekannte Hamburger Restaurantkette Bolero gekauft, die in Deutschland an insgesamt zehn Standorten vertreten ist.

In der Hansestadt gibt es noch ein weiteres Lokal am Friedrich-Ebert-Damm in Wandsbek. Das Unternehmen wurde 1990 von der Hamburger Gastro Consulting GmbH gegründet, die unter anderen auch am Restaurant Clouds in den Tanzenden Türmen an der Reeperbahn und dem Designhotel East beteiligt ist.

„Die Aurelius hat uns ein inter­essantes Angebot unterbreitet, dass wir angenommen haben. Natürlich trennt man sich nur schweren Herzens von einem Unternehmen, das man fast 30 Jahre lang geführt hat“, sagt Christoph Strenger, Mitgründer und Gesellschafter der Bolero Holding GmbH. Aber es sei auch eine Chance für eine Veränderung und eine weitere Expansion der Bolero-Kette.

Bolero stellt zahlreiche Mitarbeiter ein

„Wir setzen auf Expansion und wollen bis 2025 bis zu fünfzehn weitere Restaurants in Deutschland eröffnen. Im Norden der Republik ist der Name Bolero ein Begriff, aber vor allen in Mittel- und Süddeutschland sehen wir noch ein großes Wachstumspotenzial“, formuliert der neue Geschäftsführer, Christopher Nolde, seine Ziele.

Derzeit würde man sich diverse Städte für eine Expansion anschauen, die mehr als 100.000 Einwohner haben. Wichtig sei, eine zentrale Lage der Flächen, die bis zu 700 Gästen Platz bieten sollten und die Möglichkeit für eine große Außenterrasse, so Nolde.

Auch die Zahl der Mitarbeiter soll sich von 250 bis 2025 sukzessive auf 800 Mitarbeiter steigern. Dass es immer mehr Systemgastronomie gibt und die Flächen in den Innenstädten heiß umkämpft sind, weiß auch Nolde. „Es ist eine Herausforderung, die passenden Räume zu finden. Aber wir lassen uns Zeit und werden nicht auf B-Lagen zurückgreifen, nur um ein Bolero nach dem anderen zu eröffnen.“

Bekommt Hamburg ein drittes Bolero?

Aktuell gibt es neben den Standorten in Hamburg noch zwei Restaurants in Bremen, und jeweils eins in Lübeck, Schwerin, Braunschweig, Duisburg, Kassel und Gießen. Doch man setze nicht nur auf Wachstum, auch das Image sei wichtig. „Bolero ist eine etablierte Marke, aber wir wollen schon moderner und frischer werden“, sagt Nolde.

Auch ein dritter Standort in Hamburg ist für Christopher Nolde durchaus eine denkbare Option. „Wenn wir eine Fläche in einem pulsierenden Quartier zu guten Konditionen finden, dann würden wir uns intensiv damit beschäftigen. Denn schließlich ist Hamburg die Heimat von Bolero.“