Deutsche Bahn

"Katastrophale Zustände" auf der Bahnstrecke nach Sylt

Ein Regionalzug steht im Bahnhof. Auf der Marschbahn kommt es immer wieder zu Zugausfällen und Verspätungen.

Ein Regionalzug steht im Bahnhof. Auf der Marschbahn kommt es immer wieder zu Zugausfällen und Verspätungen.

Foto: dpa

Vorstand Pofalla: Investition in Marschbahn wird vorgezogen. Im Juli soll Maßnahmeplan für Strecke Hamburg–Sylt stehen.

Berlin/Westerland. Wegen der Probleme auf der Strecke Hamburg–Sylt hat Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla einen Sanierungsplan angekündigt. "Unser Ziel muss es sein, einen stabilen Zugverkehr für die Bewohner der Insel Sylt sowie Pendler und Touristen sicherzustellen", sagte Pofalla am Dienstag nach einem Treffen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). "Dabei steht schon jetzt fest, dass wir dazu mehr Geld in die Hand nehmen müssen als bisher geplant."

Die DB Netz AG soll bis Mitte Juli einen konkreten Maßnahmenplan vorlegen, sagte Pofalla. Dazu gehöre die Überlegung, für die kommenden Jahre geplante Investitionen in nicht unerheblichen Umfang zeitlich vorzuziehen.

Günther hatte aufgrund anhaltender Störungen auf der sogenannten Marschbahn dringend Abhilfe angemahnt. "Wir haben insbesondere auf dem Streckenabschnitt zwischen Niebüll und Westerland seit mittlerweile über einem Jahr zum Teil katastrophale Zustände mit massiven Zugausfällen und Pünktlichkeitswerten von unter 65 Prozent", sagte der Regierungschef. Das treffe Pendler und Urlauber. Der Hindenburgdamm sei als einzige Verbindung der Nordseeinsel "die Nabelschnur der Insel Sylt".