BUND-Fluglärmreport

Fluglärm: Deutlich mehr Nachtflüge am Hamburger Airport

Ein Flugzeug im Landeanflug über Niendorf (Symbolbild)

Ein Flugzeug im Landeanflug über Niendorf (Symbolbild)

Foto: dpa

Umweltverband BUND kritisiert die gestiegene Zahl an Flugbewegungen zwischen 22 und 6 Uhr. Die Ergebnisse des Fluglärmreports.

Hamburg. Die Zahl der nächtlichen Starts und Landungen am Hamburger Flughafen hat nach Angaben des Umweltverbandes BUND im vergangenen Jahr stark zugenommen. Zwischen 22 und 6 Uhr habe es 8404 Flugbewegungen gegeben und damit gut 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit 2011 sei die Zahl der Nachtflüge sogar um 63 Prozent gestiegen, sagte der Sprecher des BUND-Arbeitskreises Luftverkehr, Martin Mosel, am Dienstag bei der Vorstellung des Fluglärmreports 2017. Die Umweltschützer berufen sich auf Angaben der Hamburger Umweltbehörde. Demnach nahm die Zahl der Flugbewegungen außerhalb der offiziellen Betriebszeit zwischen 23 und 6 Uhr sogar um 29 Prozent zu.

Die Anhebung der Verspätungs- und Lärmzuschläge sowie die Vereinbarungen mit den Fluggesellschaften hätten nichts gebracht. "Diese Instrumente haben bislang nachweislich nicht funktioniert", sagte der BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch. Die Lärmbelastung für die Anwohner sei unerträglich, sagte Mosel. "Der Betrieb eines innerstädtischen Flughafens kann so nicht weitergehen."