Hamburg

S-Bahn-Tunnel durch die City zwei Wochen voll gesperrt

Fünf Haltestellenwerden modernisiert. Keine Fahrten im Citytunnel zwischen Altona und Hauptbahnhof vom 2. bis zum 18. März.

Hamburg.  Die Deutsche Bahn setzt die Modernisierung der Hamburger S-Bahn-Stationen fort. 48 Millionen Euro investiert das Unternehmen, um neun Haltestellen zu revitalisieren. Die Sanierung der S-Bahn-Station Altona ist bis auf Restarbeiten abgeschlossen. Allerdings müssen sich die Fahrgäste wegen der Bauarbeiten auf Einschränkungen einstellen: Der Citytunnel zwischen dem Bahnhof Altona und dem Hauptbahnhof wird vom 2. März von 21 Uhr an bis zum 18. März Betriebsschluss in beiden Richtungen gesperrt.

Zwischen Altona und den Landungsbrücken gibt es einen Busersatzverkehr, ansonsten sollten die Fahrgäste „vor allem im Innenstadtbereich auf die U-Bahn umsteigen. Wegen der umfangreichen Arbeiten ist eine temporäre Sperrung des Citytunnels nicht zu vermeiden“, sagte S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke.

Während der Bauarbeiten sind vom 2. bis zum 16. März Schulferien in Hamburg. „Die Bauarbeiten werden bewusst in die Ferien gelegt, um die Auswirkungen für Pendler so gering wie möglich zu halten. Denn in der Urlaubszeit haben wir 20 Prozent weniger Fahrgäste“, sagte Arnecke weiter. Auch an den Wochenenden 24./25. März sowie 7./8. April wird der Citytunnel nicht bedient.

Sanierung des Citytunnels ist überfällig

Für die Fahrgäste hat die Sperrung des Citytunnels folgende Auswirkungen: Die S1 fährt zwischen Wedel und Airport/Poppenbüttel über Dammtor (Verbindungsbahn). Die Linie S11 verkehrt zwischen Berliner Tor und Ohlsdorf/Poppenbüttel. Die S2 fährt über Sternschanze und Dammtor bis Bergedorf. Die S3 fährt zwischen Pinneberg und Buxtehude/Stade ebenfalls über Dammtor. Die S31 fährt ganztägig zwischen Hauptbahnhof und Harburg Rathaus/Neugraben. Die Linie S21 fährt regulär.

Die Tunnelstationen der S-Bahn sind in die Jahre gekommen. Die letzte Sanierung habe es in den 80er-Jahren gegeben, sagte Bärbel Aissen, Leiterin Regionalbereich Nord der DB Station & Service AG, und damit zuständig für rund 570 Bahnhöfe in Norddeutschland.

Nun werden die Haltestellen „heller, moderner und zeitgemäß gestaltet. Denn die Fahrgäste sollen sich wohlfühlen, wenn sie mit der S-Bahn unterwegs sind“, sagte Aissen dem Abendblatt. Aber nicht nur das „Erscheinungsbild der Stationen wird sich positiv verändern, sondern wir werden auch mehr Sicherheitspersonal einsetzen und die Zahl der Streifen in den Stationen erhöhen, um somit das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste weiter zu verbessern“, sagte Aissen. Der Einsatz der Sicherheitskräfte soll sich nach aktueller Lage wie etwa Großveranstaltungen richten.

Arbeiten dauern bis zum Sommer

Anfang März wird die Sanierung der fünf Stationen Jungfernstieg, Stadthausbrücke, Landungsbrücken, Reeperbahn und Königstraße, die alle im Citytunnel liegen, fortgesetzt. Für die DB ist es ein Großprojekt, in den Haltestellen sind dann rund 400 Bauarbeiter im Einsatz.

Dies sind die einzelnen Maßnahmen: Die Stationen Jungfernstieg und Stadthausbrücke erhalten neue Wandelemente. Die Säulen in den Haltestellen werden mit Glasfassaden für ein neues digitales Werbekonzept ausgestattet. Außerdem soll es eine neue Ausstattung des Bahnsteigs geben. Dazu zählen ein spezielles Beleuchtungskonzept und ein neuer Bodenbelag. Auch die Treppenaufgänge – sie sind am Jungfernstieg bereits teilweise erneuert – bekommen ein neues Aussehen. Die Bauarbeiten sollen im Sommer weitgehend abgeschlossen sein.

An den Landungsbrücken und der Reeperbahn ist geplant, zunächst die alten Fliesen abzubrechen und die Bodenbeläge zu erneuern. Auch die Haltestelle Königstraße wird saniert. Dort werden ebenfalls die Fliesen abgebrochen und Malerarbeiten ausgeführt.

600 S-Bahnen fahren täglich durch den Hauptbahnhof

An den Stationen Landungsbrücken, Reeperbahn und Königsstraße werden die Bauarbeiten im kommenden Jahr fortgesetzt.

Danach kommen die Haltestellen Hauptbahnhof, Heimfeld, Harburg und Harburg Rathaus bis 2020 an die Reihe. „Die größte Herausforderung ist natürlich der Hauptbahnhof an den Gleisen 1 und 2 mit rund 600 S-Bahn-Fahrten am Tag“, so Aissen.

Die S-Bahn hat in Hamburg und Umgebung insgesamt 68 Stationen. Zunächst saniert die S-Bahn die zehn Tunnelstationen. Die Modernisierung der anderen Haltestellen erfolgt laut Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis „sukzessive. Sie sind aber nicht Bestandteil des 48-Millionen-Euro-Programms.“

In diesem Jahr steht noch ein Großprojekt für das Verkehrsunternehmen an. Zurzeit wird die neue Haltestelle Elbbrücken gebaut, deren Eröffnung für Dezember zum Fahrplanwechsel geplant ist. Die Station liegt zwischen den Haltestellen Hammerbrook und Veddel, dort fahren die Linien 3 und 31. Sie sind durch einen Übergang mit der neuen U4-Endhaltestelle verbunden. Außerdem beginnt 2019 in Ottensen zwischen den S-Bahn-Haltestellen Altona und Bahrenfeld der Bau einer neuen Haltestelle.