Hamburg

Tüte mit Reis sorgt für Großeinsatz und viele Zugausfälle

Hamburg. Wegen eines Polizei­einsatzes am Bahnhof Wandsbek ist es am Mittwochnachmittag zu erheblichen Beeinträchtigungen im Regionalverkehr gekommen. Auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Bad Oldesloe/Lübeck verkehrten etwa eine Stunde lang in beiden Richtungen keine Züge, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Die Linien RE8, RE80, RB81 waren zeitweise eingestellt. Auch ein EuroCity vom Hamburger Hauptbahnhof in die dänische Hauptstadt Kopenhagen war betroffen.

Rückstau nach Freigabe der Strecke am frühen Abend

Auslöser für den Polizeieinsatz war ein verdächtiger Gegenstand in einer Regionalbahn auf dem Weg vom Hauptbahnhof nach Ahrensburg. Am Bahnhof Wandsbek sei der Zug gestoppt und geräumt worden, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. In einem Waggon habe sich eine herrenlose Plastik­tüte befunden, die verschlossen gewesen sei. Entschärfer der Bundespolizei rückten an und fertigten ein Röntgenbild an. In der Tüte habe sich Reis gefunden, so der Sprecher.

Gegen 17.30 Uhr nahm die Bahn den Zugverkehr wieder auf. Jedoch kam es zunächst noch zu erheblichem Rückstau. Der EuroCity verließ den Hamburger Hauptbahnhof nach Bahnangaben mit einer knappen halben Stunde Verspätung. Von der Streckensperrung waren zahlreiche Pendler betroffen. Am Abend normalisierte sich der Verkehr.

Erst am vergangenen Donnerstag war es infolge einer technischen Störung zuletzt zu Beeinträchtigungen im S-Bahn-Verkehr gekommen. Der Vorfall betraf ebenfalls den Berufsverkehr. (HA)