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Warum Hamburger Krankenhäuser so teuer sind

Herzoperation von Prof. Dr. Friedrich-Christan Rieß im Albertinen Krankenhaus in Hamburg (Archivbild)

Herzoperation von Prof. Dr. Friedrich-Christan Rieß im Albertinen Krankenhaus in Hamburg (Archivbild)

Foto: Roland Magunia

Über 5200 Euro pro Fall – das ist deutschlandweit spitze. Die Gründe für die hohen Kosten haben auch mit der Spezialisierung zu tun.

Wiesbaden/Hamburg. Nirgendwo in Deutschland sind die Behandlungskosten pro Patient im Krankenhaus so hoch wie in Hamburg. Wie aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, kostet ein Fall an Alster und Elbe im Durchschnitt 5232 Euro (bereinigt). In Deutschland sind es im Mittel 4497 Euro.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, steigen die Kosten für die stationäre Krankenhausversorgung in Deutschland weiter. 2016 waren es mit 87,8 Milliarden Euro 4,3 Prozent mehr als 2015. In Brandenburg waren die Kosten pro Fall am niedrigsten (4055 Euro), auch in Schleswig-Holstein sind die Kosten mit 4635 Euro relativ hoch.

Die Gründe für die hohen Kosten in Hamburg liegen vor allem darin, dass die Stadt eine Medizinmetropole mit hochspezialisierten Behandlungen ist, besonders vielen schwer erkrankten Patienten (etwa ein Drittel aus dem Umland) und vergleichsweise hohen Gehältern von Ärzten und Mitarbeitern. Nach Angaben der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft steigen der sogenannte "Case-Mix" (Fallschwere) und die Bewertungsrelationen (Patienten mit spezialisierten Behandlungen) in Hamburg weiter an. Das sei aber auch ein Leistungsbeleg für die Hamburger Kliniken.

( HA )

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