Nach Festnahme

"Lebenslanges Internetverbot": Das Netz spottet über ApoRed

ApoRed in seinem später gelöschten Entschuldigungsvideo nach dem Bombenprank

ApoRed in seinem später gelöschten Entschuldigungsvideo nach dem Bombenprank

Foto: Screenshot/YouTube/ApokalyptoRed / YouTube/ApokalyptoRed

Der YouTuber muss derzeit hinter Gittern auf seinen Prozess wegen eines Bombenstreichs warten. Nächster Termin im Oktober.

Hamburg.  Nach der Festnahme des Hamburger YouTubers ApoRed und des Mitangeklagten Jan H. ist in den sozialen Netzwerken die Schadenfreude groß. Wie berichtet, muss ApoRed, mit bürgerlichem Namen Ahmad Ahad, derzeit hinter Gittern auf seinen Prozess wegen eines Bombenstreichs warten, nachdem er und Jan H. nicht zu einem ersten Prozesstermin am 12. September erschienen waren.

Viele Internetuser reagierten auf die Nachricht am Freitag mit Häme und Spott. "Lebenlanges Internetverbot wäre die gerechte Strafe", so ein User auf Facebook. "ApoRed verdient den Knast vollkommen. Sein Verhalten ist mehr als nur unreif", kommentierte ein Twitter-User. Andere kritisieren, dass der YouTuber, dem bereits jetzt mehr als zwei Millionen Abonnenten folgen, dank seiner Festnahme nun womöglich noch populärer werden könne.

Nächste Verhandlung am 18. Oktober

Die Haftbefehle dienen zunächst nur dazu, dass beide Angeklagte bei dem Prozess auch erscheinen. Bei dem ersten Termin hatte Richterin Franziska Eisermann den Haftbefehl selbst ins Gespräch gebracht: "Wir wollen ja nicht, dass die Zeugen ein zweites Mal vergebens kommen".

Am 18. Oktober soll nun erneut verhandelt werden. Dabei geht es um die Aufarbeitung eines Falles in Hamburg im Juli 2016. ApoRed platzierte damals in der Hamburger Innenstadt als vermeintlicher Killer eine Tasche neben Wildfremden und rannte davon. "Bombenprank" nannte er die mit versteckter Kamera gefilmten Bilder und lachte sich gemeinsam mit Jan H. schlapp, während sich manche seiner Opfer fast zu Tode erschreckten.