Hamburg

Stromausfall nach mehr als acht Stunden behoben

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Arbeiter bei Wartungsarbeiten auf einem Hochspannungsmast (Symbolbild)

Arbeiter bei Wartungsarbeiten auf einem Hochspannungsmast (Symbolbild)

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

20.000 Haushalte waren ohne Strom. U-Bahn-Linie 1 fährt seit Mittwochmorgen wieder nach Plan. Spott bei Twitter.

Hamburg. Ein großflächiger Ausfall der Stromversorgung hat am Dienstag für erhebliche Beeinträchtigungen in mehreren Hamburger Stadtteilen gesorgt. Wie Stromnetz Hamburg am Abend mitteilte, sei die Versorgung in Langenhorn, Hummelsbüttel und Poppenbüttel um 21.04 Uhr vollständig wiederhergestellt worden. Von dem Stromausfall, der sich um 12.36 Uhr ereignete, waren demnach etwa 1300 Gewerbebetriebe und mehr als 20.000 Haushalte betroffen.

Auslöser waren Bauarbeiten auf einem Privatgrundstück in Poppenbüttel. Laut Stromnetz Hamburg wurden durch die Arbeiten drei Kabel an einer Haupttrasse vollständig zerstört. „Auch wenn es beim Betrieb eines so großflächigen städtischen Verteilungsnetzes immer wieder mal zu Fremdbeschädigungen kommen kann, stellt eine derartige Störung auch für uns eine absolute Ausnahme dar", sagte Thomas Volk, technischer Geschäftsführer von Stromnetz Hamburg. Er bedauerte die Beeinträchtigungen und bedankte sich für das Verständnis der betroffenen Kunden.

Zunächst waren Krankenhäuser und Wasserwerk wieder versorgt worden

Die betroffenen Leitungen waren nach und nach repariert worden. Zunächst gingen die Asklepios Krankenhäuser Heidberg und Ochsenzoll wieder ans Netz, die auf eine Notversorgung umgeschaltet hatten. Auch die Wasserwerke hatten wieder Strom. Gegen 17.15 Uhr waren laut Stromnetz Hamburg rund 80 Prozent aller Haushalte und Gewerbe wieder am Netz.

Zuvor hatte auch die Polizei die Verkehrsteilnehmer gewarnt, dass einige Ampeln keinen Strom hätten und dadurch unklare Situationen entstehen könnten.

U-Bahnverkehr bis Mittwochmorgen beeinträchtigt

Der Leitungsschaden hatte auch massive Auswirkungen auf den Verkehr der U-Bahnlinie 1: Bis zum Nachmittag war der Verkehr auf der Strecke zwischen Fuhlsbüttel-Nord und Norderstedt Mitte zum Erliegen gekommen, später konnte die Hochbahn die Sperrung auf die Teilstrecke Ochsenzoll-Norderstedt-Mitte verkürzen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis wurde eingerichtet. Seit Betriebsbeginn am Mittwochmorgen verkehrten die Bahnen wieder planmäßig.

Doch nicht nur die U-Bahn selbst, auch Rolltreppen und Fahrstühle zwischen Fuhlsbüttel und Norderstedt Mitte waren vom Stromausfall betroffen. Diese wurden ebenfalls am Mittwochmorgen wieder in Betrieb genommen.

Damit nicht genug gab es noch einen Polizeieinsatz an der Haltestelle Sengelmannstraße, der zu einer weiteren kurzzeitigen Sperrung der Linie führte. Bereits am Morgen hatte es im Hamburger Osten Probleme mit der U1 gegeben, als zwischen Großhansdorf und Volksdorf keine Bahnen fuhren. Dort waren die Behinderungen am Nachmittag beseitigt.

Bei der S-Bahn gab es zusätzlich Probleme auf den Linien S3 und S31. Zwischen dem Hauptbahnhof und Wilhelmsburg Richtung Harburg hatten Signalstörungen den Verkehr beeinträchtigt.

Das posten die Hamburger zum Stromausfall bei Twitter

( HA )

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