Maritime Konferenz

Merkel: Hamburg eignet sich ganz wunderbar für G20-Gipfel

Angela Merkel bei ihrer Rede gestern
im Börsensaal der Handelskammer

Angela Merkel bei ihrer Rede gestern im Börsensaal der Handelskammer

Foto: Reuters

Kanzlerin lobt die Hansestadt bei Maritimer Konferenz für ihre Weltoffenheit. Dank an Bürgermeister Scholz.

Hamburg.  Drei Monate vor dem G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Gastfreundschaft der Stadt gelobt. In ihrer Rede bei der 10. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) im Börsensaal der Handelskammer verwies die Kanzlerin auf die lange maritime Tradition Hamburgs und den Einsatz der Hansestadt für freien Handel und freies Denken.

Sie dankte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD): „Lieber Herr Scholz, wir haben noch einiges vorzubereiten, aber Hamburg eignet sich ganz wunderbar für dieses Gipfeltreffen.“ Merkel schwärmte auch vom Hafengeburtstag. „Das ist ein ganz tolles Fest“, sie könne einen Besuch nur empfehlen.

Warnung vor protektionistischen Tendenzen

Ohne die Politik von US-Präsident Donald Trump konkret anzusprechen, warnte Merkel vor den rund 700 Konferenzteilnehmern vor protektionistischen Tendenzen. Eine Abschottung möge den Unternehmen eines Landes vielleicht kurzfristig Vorteile verschaffen, sagte sie. Auf Dauer wirke sich der Mangel an Wettbewerb jedoch negativ auf die Innovationsstärke aus. Protektionismus hieße, Tore zu schließen und Einbahnstraßen einzurichten.

Deutschland, so Merkel, setze sich im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft für einen Abbau von Handelsbarrieren ein. „Der G20-Gipfel Anfang Juli findet deshalb nicht zufällig in Hamburg statt. Logo der Veranstaltung ist ja auch ein Schiffsknoten“, sagte sie. Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Hamburg vorgeschlagen, den Hafen zu einem Testfeld für die digitale Vernetzung von Warenströmen zu erklären.

Unterdessen fährt die Hamburger Polizei wegen des Gipfels die Sicherheitsmaßnahmen hoch. Für den Schutz der Wohnung von Innensenator Andy Grote (SPD) werden Zivilfahnder von den Innenstadtwachen abgezogen.