Autobahn A7

31-Jähriger schwebt nach Unfall im Elbtunnel in Lebensgefahr

Feuerwehr musste drei Verletzte aus Sprinter befreien, der von zwei Lkw zusammengeschoben worden war. Rückstau auf der A7.

Hamburg. Im Elbtunnel auf der Autobahn A7 ist es am Montagmorgen gegen 8.40 Uhr in Richtung Norden in der Oströhre zu einem schweren Unfall mit zwei Lastwagen und einem Sprinter gekommen. Bei dem Unfall wurde der Sprinter offenbar von den beiden Lkw zusammengeschoben. Drei Personen wurden eingeklemmt und mussten aus dem Kleinlaster geschnitten werden. Sie erlitten schwerste Verletzungen.

Polizei untersucht Unfallhergang im Eltbunnel

Der genaue Unfallhergang wird jetzt von der Polizei mithilfe eines 3D-Laserscanners ermittelt. Ersten Erkenntnissen nach musste ein Lkw-Fahrer (54) im Elbtunnel abbremsen, wodurch der Fahrer des Kleinlasters (31) ebenfalls abbremste. Der dahinter fahrende Lkw-Fahrer (59) reagierte nicht rechtzeitig und fuhr so auf den Transporter des 31-Jährigen auf. Der Sprinter, in dem noch zwei weitere Personen im Alter von 20 und 24 Jahren saßen, wurde laut Polizei zwischen den beiden Lkw eingeklemmt.

Um die Verletzten zu befreien, musste die Feuerwehr den vorderen Laster mithilfe eines Feuerwehrkrans vorziehen. Nur so konnte der notwendige Platz geschaffen werden, damit eine technische Rettung mit schwerem hydraulischen Gerät überhaupt gelingen konnte. Wie die Feuerwehr mitteilte, konnte nach etwa 90 Minuten der erste Insasse aus dem Unfallfahrzeug gerettet werden, kurz darauf der zweite. Knapp 10 Minuten danach konnte auch der dritte Insasse gerettet werden. Alle drei Personen wurden nach notärztlicher Versorgung in Krankenhäuser mit spezieller Traumaversorgung befördert. Der 31-jährige Fahrer des Transporters schwebt nach Polizeiangaben noch in Lebensgefahr. Die Fahrer der beteiligten Lkw wurden leicht verletzt und standen unter Schock.

Bis zu 13 Kilometer Stau auf der A7

Wegen der Rettungs- und Aufräumarbeiten war die Oströhre des Elbtunnels bis circa 16.45 Uhr gesperrt. Die Autos, die zum Zeitpunkt des Unfalls in der Röhre waren, hatte die Polizei am Morgen rückwärts aus dem Tunnel herausgeleitet. Der weitere Verkehr wurde indes einspurig durch die Nebenröhre geführt. In der Folge staute sich der Verkehr auf der A7 in Fahrtrichtung Norden zu Höchstzeiten auf einer Länge von bis zu 13 Kilometern.