Hamburg. Sie nennen sich selbst "Rachekommandos" der "Apoistischen Jugendinitiative Hamburg" und sie sehen sich als Aktivisten der kurdischen Minderheit in der Türkei. In der Nacht zu Dienstag haben Unbekannte Anschläge auf zwei türkische Einrichtungen in Hamburg verübt. Das Gebäude des Türkischen Kulturzentrums e.V. in Eimsbüttel wurde mit Farbbeuteln und Steinen beworfen. Zur gleichen Zeit wurde das Vereinsheim des FC Türkiye in Wilhelmsburg mit Molotowcocktails in Brand gesetzt.
In einem im Internet verbreiteten Bekennerschreiben bezichtigen die Täter beide Einrichtungen der Zusammenarbeit mit der nationalistischen Partei MHP. Sie drohen damit, "die Faschisten aus dem Umfeld der MHP" auch "in Europa zur Rechenschaft ziehen" zu wollen und fordern die Freilassung des PKK-Gründers Abdullah Öcalan.
Laut Polizei Hamburg ermittelt der Staatsschutz im Zusammenhang mit den Anschlägen.
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