Anzeige
Digitale Dienstleistungen

Kreativität und Schnelligkeit sind gefragt

Vergangene Woche diskutierten vier Vertreter auf dem Podium im Audimax der Kühne Logistic University über das Thema "Dienstleistung von morgen.Wie digital wird die Zukunft?".
Aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten sie digitale Trends und ihre Auswirkungen auf Hamburger Unternehmen und Behörden.

Vergangene Woche diskutierten vier Vertreter auf dem Podium im Audimax der Kühne Logistic University über das Thema "Dienstleistung von morgen.Wie digital wird die Zukunft?". Aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten sie digitale Trends und ihre Auswirkungen auf Hamburger Unternehmen und Behörden.

Foto: Commerzbank / Baier

Die Digitalisierung verändert unser Leben. Längst haben wir uns an den Komfort von digitalen Apps und Angeboten gewöhnt. Bleibt der persönliche Kontakt auf der Strecke?

Das diskutierten vergangene Woche vier Vertreter auf dem Podium im Audimax der Kühne Logistic University, moderiert von Matthias Iken, stellvertretender Abendblatt-Chefredakteur. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten sie digitale Trends und ihre Auswirkungen auf Hamburger Unternehmen und Behörden. Aussteller aus der Startup-Szene präsentierten daneben ihre digitalen Entwicklungen im Foyer der Universität. Mit dabei waren surwayne.de, nitrobox.de, virtual-twins.com und tabbt.com.

Tim Angerer, Leiter der Leitstelle Digitale Stadt, gab dem digitalen Hamburg ein gutes Zeugnis: „Wir sind im Ländervergleich recht weit vorn mit dabei. “Digitale Natives werden online- und mobile-Services in Zukunft immer mehr einfordern. Kita-Gutscheine, Führerscheine könnte man gut und relativ zügig digital verschlanken. Perspektivisch wollen wir auch komplexe Themen wie zum Beispiel Bauanträge digital anbieten."

Heiko Ralphs, CEO bei figo.io, ging auf die Kooperation von Fintechs und Banken ein: „Beide haben die jeweiligen Stärken erkannt, nutzen das Know-how des anderen und erschaffen zusammen eben jene Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen, die den Banking-Alltag für den Endkunden vereinfachen“.

Lars Brücher, Mitbegründer Betahaus Hamburg, prägte an diesem Abend den Satz, dass jede digitalisierbare Dienstleistung auch digitalisiert werde: „Startups im betahaus und weltweit arbeiten Tag und Nacht daran. Und das werden mehr Dienstleistungen sein, als wir heute denken. Unternehmen, die das nicht rechtzeitig merken, werden verschwinden oder müssen sich auf Nischen konzentrieren“.

Diesen Veränderungsdruck der Digitalisierung spüren alle Unternehmen, auch Banken. Niederlassungsleiter Nils Hoffmann, Commerzbank Hamburg dazu: " Wir entwickeln die Commerzbank deshalb in den nächsten Jahren zu einem digitalen Technologierunternehmen weiter. Dabei lernen wir auch von Start-ups und organisieren Zusammenarbeit neu, zum Beispiel in unserem "Digital Campus". Hier sind die ersten 100 Mitarbeiter in der vergangenen Woche eingezogen und arbeiten an der End-to-End Digitalisierung von Kundenanliegen. Eine Stärke unserer Bank ist und bleibt der persönliche Kontakt zu unseren Kunden. Rund 450.000 Besuche zählen wir täglich in unseren 1000 Filialen, was beweist, dass die Filiale vor Ort weiter von Kunden genutzt wird. Genauso wie digitale Angebote."

Die spannende Diskussion endete mit vielen Fragen aus dem Publikum. Ein Grund, über eine Fortsetzung im nächsten Jahr nachzudenken.

Einblicke in die Hamburger Startup Welt gaben:

nitrobox.de

Gründer Henner Heistermann: "Im E-Commerce sind Skalierbarkeit und Agilität ein absolutes Muss. Um dem auch in der Buchhaltung Rechnung zu tragen, haben wir eine Cloud-Plattform für flexible Order-to-Cash Prozesse entwickelt. Vom der Bestellung, über die Rechnungsstellung bis zur Zahlung und abgeschlossenen Buchhaltung bieten wir unseren Kunden damit eine innovative Lösung an."

Surwayne.de

Lars Linnekogel, CEO: "Mit unserem Umfragetool erhalten Unternehmen digital Rückmeldungen von Ihren Mitarbeitern, um Projekte und Teams erfolgreich zu machen. Unsere Lösung liefert Sicherheit, Produktivität und Erfolg für Führungskräfte, die klare Sicht im Projektalltag wollen."

tabbt.com

Gründer Jan Michaelis, CEO: "Die Vision von Tabbt ist eine Welt, in der Zahlungen mehr sind als reine Geldtransfers. Die Geschichten hinter Transaktionen sind es wert, erzählt zu werden. Deshalb verbinden wir Zahlungen mit Menschen, die uns wichtig sind und mit Erlebnissen, an die wir uns gerne erinnern. So erzählt jedes Tab einen kleinen Teil unseres Alltags."

virtual-twins.com

Henrik Büning / Partner: "Wer hat noch nicht erlebt, wie schwer es ist, sich in großen, komplexen Gebäuden wie Kliniken, Hochschulen, Messen, Baumärkten, Shoppingcentern oder auf Kreuzfahrtschiffen zurecht zu finden. Virtual Twins bietet hierfür eine einfache und auch mobile Lösung - Digitale Indoornavigation. Diese erlaubt Menschen nun auch innerhalb von Gebäuden, einfach und
schnell ihr Ziel zu erreichen‎."