Kontrolle

Bei Rot gefahren: Polizei stoppt 80 Radfahrer

Insgesamt 93 Verstöße innerhalb von sechs Stunden. Einige Radfahrer wurden auch mit defekten Bremsen ertappt.

Hamburg. Die Aufregung war gewaltig: Hat der Hamburger Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) seine Mitglieder ermuntert, auch bei Rot einfach weiterzufahren? Nein, natürlich nicht, ließ der ADFC das Abendblatt wissen, betonte aber, dass man sich für einen grünen Pfiel für Fahrradfahrer ausspreche und bei Rotlicht an ausgewählten Kreuzungen das Geradeausfahren gestatten könne, wenn die Verkehrslage es zulasse.

Nun hat die Hamburger Polizei eine ihrer großangelegten Fahrradkontrollen durchgeführt und dabei am Dienstag zwischen 11 und 17 Uhr am Doormannsweg an der Ecke zur Eimsbütteler Straße sowie an der Warburgstraße an der Ecke zum Alsterglacis an zwei vielbefahrenen Kreuzungen und ausgewiesenen Radler-Routen Fahrradfahrer ins Visier genommen. Dabei seien 93 Verstöße festgestellt worden, so die Polizei am Mittwochnachmittag. Ob das viel oder wenig sei für sechs Stunden, wurde nicht bekannt.

Von den 93 Verstößen der Radfahrer seien 80 wegen missachteten Rotlichts an Ampeln gewesen. Achtmal sei der Radweg verkehrswidrig benutzt worden, ein Radfahrer telefonierte mit dem Handy, vier hatten mangelhafte Bremsen.

Im Mai gab es bei einer Kontrolle einen Zwischenfall mit einem Radfahrer, der aufgrund fehlender Bremsen einen Polizisten umfuhr. Damals wurde sieben Stunden zwischen 11 und 18 Uhr an drei Stellen kontrolliert. Dabei wurden 261 Verkehrsverstöße registriert, 92 Radfahrer missachteten das Rotlicht, 89 fuhren auf der falschen Radwegseite und zwei telefonierten während der Fahrt mit ihrem Handy.

( HA )

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