Hamburg

30.000 Menschen zu Demo gegen Ceta und TTIP erwartet

Mitglieder verschiedener Bündnisse und Organisationen posieren in Hamburg nach einer Infostunde zur am Sonnabend geplanten Demonstration gegen die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta auf dem Rathausmarkt mit Bannern und Transparenten

Mitglieder verschiedener Bündnisse und Organisationen posieren in Hamburg nach einer Infostunde zur am Sonnabend geplanten Demonstration gegen die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta auf dem Rathausmarkt mit Bannern und Transparenten

Foto: dpa

Mehr als 30 Organisationen rufen für Sonnabend zum Protest in Hamburg gegen die geplanten Freihandelsabkommen auf.

Hamburg.  Für kommenden Sonnabend rufen mehr als 30 Organisationen aus ganz Norddeutschland zu einer Demonstration in Hamburg gegen die beiden geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA — CETA und TTIP — auf. Bei der Protestveranstaltung, die am Sonnabend um 12 Uhr auf dem Rathausmarkt starten soll, werden rund 30.000 Teilnehmer erwartet, die im Anschluss an die Auftaktkundgebung durch die Hamburger Innenstadt ziehen. Die Route führt über den Jungfernstieg, Sievekingplatz, Holstenwall, Willy-Brandt-Straße, Steintorwall, Mönckebergstraße und endet auf dem Rathausmarkt.

Sieben Demonstrationen in ganz Deutschland

Am Mittwoch gaben die Organisatoren auf dem Rathausmarkt Details ihrer Planung und zum Ablauf der Protestaktion bekannt, darunter Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger, der Geschäftsführer der Umweltorganisation BUND Hamburg, Manfred Braasch, Helena Peltonen vom Verein Mehr Demokratie sowie Barbara Lang als Vertreterin des Bereichs Kultur.

„Der Welthandel, so wie er jetzt statt findet, ist ungerecht“, so DGB-Chefin Katja Karger, die besonders den Schutz öffentlicher Daseinsvorsorge vor Privatisierung gefährdet sieht. Unmittelbar vor dem entscheidenden Treffen des EU-Handelsministerrats in Bratislava „brauchen wir ganz viel Druck auf der Straße, um ein Signal an die Politik zu senden“, so Karger.

Die Abschlusskundgebung sei für etwa 15.30 Uhr wieder auf dem Rathausmarkt geplant, so die Organisatoren. Die Demonstration zählt zu sieben, nahezu zeitgleich stattfindenden Protestzügen in Deutschland gegen die Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA. Veranstalter der Demonstration sind Umwelt- und Sozialverbände, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen.