Neues Album

Exklusiver Shanty-Spaß mit Yared Dibaba auf der Elbe

Yared Dibaba bei seinem exklusiven Abendblatt-Konzert auf der Elbe

Yared Dibaba bei seinem exklusiven Abendblatt-Konzert auf der Elbe

Foto: HA

Nur für Abonnenten des Abendblatts stellte der Moderator sein neues Album auf am Donnerstag auf einer Barkasse vor. Hier im Video.

Hamburg.  Schon auf halber Strecke war das Publikum nicht mehr zu bremsen: „St. Pauli, St. Pauli, Du hast mein Herz geklaut“, schmetterten die Gäste an Bord der "MS Commodore", während draußen Containerschiffe und der Strand von Övelgönne vorbeizogen. „Geile, geile Meile, du hast so schöne Beine“, schallte es im Chor. „Du bist für immer meine!“

Der Song ist die erste Single aus dem neuen Album „Land in Sicht“ von Yared Dibaba und seiner Shanty-Band „Die Schlickrutscher“. Am Donnerstagabend stellten die Musiker ihr Werk, das offiziell erst heute veröffentlicht wird, bei einer Rundfahrt auf der Elbe vor – exklusiv für 87 Abonnenten des Abendblatts. Diese waren zwar ob des sonnigen Wetters ohnehin schon gut gelaunt, aber Dibaba – bisher vor allem bekannt als NDR-Moderator und Plattdeutsch-Kolumnist – gelang es rasch, die Stimmung noch weiter zu heben.

„Op platt“ lasse sich ja vieles netter vermitteln als auf Hochdeutsch“, sagte der 47-Jährige zu Beginn seines Konzerts, um dann das Stück „Klei mi an Moors“ anzustimmen, was so viel bedeutet wie „Du kannst mich mal“. Als er den Satz von Bandmitgliedern noch auf Slowenisch („Kuschn mojo rit“), Norwegisch und Englisch übersetzen und vom Publikum mitschmettern ließ, schunkelten auch die Schüchternen mit. „Er gibt immer sein Bestes und reißt einen mit – mehr kann man nicht verlangen“, lobte ein Abendblatt-Leser.

Dibaba, der schon in der Schule Plattdeutsch lernte, spielte schon 1984 mit seinem Bruder Benjamin in einer Funk-Band. Während Benjamin später zum Technikstudium nach London ging, wandte sich Yared Dibaba intensiver der Musik zu, sang in verschiedenen Bands, nahm Gitarren- und Klavierunterricht. Mit dem Projekt „Yared und die Schlickrutscher“ taten sich die Brüder nun musikalisch wieder zusammen.

Bei der Fahrt auf der Elbe präsentierte die Band etliche beschwingte Stücke mit Reggae-, Hip-Hop- und Funk-Elementen, aber auch besinnliche Songs wie „Heimat“. „Mein kleiner Schatz, mein großes Königreich“, sang Dibaba, während es draußen dunkel wurde – und wieder sangen die Gäste mit.