Hamburg

Wetterforscher warnen vor neuen Tornados im Norden

Im Juni hatte ein Tornado über Teilen Hamburgs schwere Schäden verursacht

Im Juni hatte ein Tornado über Teilen Hamburgs schwere Schäden verursacht

Foto: Monika Zucker / dpa

Meteorologen warnen vor "sehr gefährlicher" Wetterlage. Lokal ist mit schweren Gewittern und Tornados zu rechnen.

Hamburg.  In Norddeutschland besteht an diesem Donnerstag die Gefahr von Tornados. Davor warnt das Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) in Tonndorf. Das IWK stuft die Wetterlage nach eigenen Angaben als „sehr gefährlich“ ein.

IWK-Direktor Frank Böttcher sagt: „Am Donnerstag erwarten wir Tornados in Norddeutschland. Nach einem meist sonnigen Hochsommertag am Mittwoch mit ersten Gewittern in Mecklenburg-Vorpommern rechnen wir am Donnerstag für Deutschland mit einer besonders gefährlichen Wetterlage.“ Neben verbreitet schweren Gewittern in tropisch schwüler Warmluft würden sich mit großer Wahrscheinlichkeit Tornados entwickeln können, warnt Böttcher.

Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h

In den folgenden Landkreisen müsse am Donnerstag zwischen 12 und 20 Uhr mit Tornados gerechnet werden: Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Cuxhaven, Stade, Osterholz, Rotenburg, Bremen und Verden. Laut Böttcher kämen folgende Faktoren bei dieser Wetterlage zusammen: Hohe Luftfeuchtigkeit, bodennah hohe Temperaturen, Kaltluft in der Höhe, Winddrehung mit der Höhe (Scherung) und eine sogenannte „Konvergenzzone“ – also ein Gebiet, in dem die Luftmassen aufeinander zuströmen.

Böttcher: „Diese Konvergenz erwarten wir in einem Streifen von Niebüll über Heide, Husum, Brunsbüttel bis nach Verden. Westlich davon herrschen Nordwestwinde, östlich davon Südostwinde.“

In der Folge müsse mit lokal schweren Gewittern und Tornados gerechnet werden. Bei Tornados könnten Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h auftreten. Böttcher: „In der Nähe von Tornados besteht Lebensgefahr. Man sollte sich auf keinem Fall einem Tornado zu sehr nähern.“ Die Prognose könne sich aber hinsichtlich der betroffenen Regionen und Stärke noch ändern.