Veddel

Mitarbeiter einer Moschee soll Kinder missbraucht haben

Blaulicht eines Polizeiautos (Symbolbild)

Blaulicht eines Polizeiautos (Symbolbild)

Foto: dpa

Rund 170 Kinder werden an der Veddeler Brückenstraße in der „Vaterlands-Moschee“ der islamischen Gemeinde Veddel unterrichtet.

Hamburg.  Wegen Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs ermittelt die Polizei gegen einen Mitarbeiter der Vatan Moschee auf der Veddel. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren gezielt an Brust und Po berührt zu haben.

Rund 170 Kinder werden an der Veddeler Brückenstraße in der „Vaterlands-Moschee“ der islamischen Gemeinde Veddel unterrichtet – in nach Jungen und Mädchen getrennten Gruppen. In der Moschee ist auch ein Laden, in dem der beschuldigte Mitarbeiter seit mehr als zwei Jahren tätig sein soll.

Praktikantin brachte Fall ans Licht

Oft, so heißt es, habe er das Vertrauen der Kinder erschlichen, indem er ihnen Süßigkeiten gab. Aber er soll auch Mädchen gedroht haben, dass er sie umbringe, wenn sie jemandem von seinen Fummeleien berichten würden. Laut türkischen Medien waren es nicht Eltern oder Angehörige der Moschee, die den Fall ans Licht brachten, sondern eine Praktikantin eines vom Jugendamt betriebenen Kinderspielhauses. Ihr war bei Spaziergängen mit Kindern durch den Stadtteil das Verhalten des Mannes gegenüber den Kindern aufgefallen.

Bei Befragungen hatten die Mädchen dann später von Übergriffen durch den Mann gesprochen. Bislang sind vier betroffene Familien bekannt. Ob weitere Mädchen von dem Mann unsittlich berührt wurden und wie lange schon, sollen jetzt weitere Ermittlungen ans Licht bringen. Die Verantwortlichen der Moschee haben dem betroffenen Mitarbeiter Hausverbot erteilt, bis die Vorwürfe geklärt sind.

( zv )

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