Kiel

Kieler stimmen für Olympia – Enttäuschung über Hamburgs Nein

Kiel. Trotz eines klaren Ja der Kieler wird es 2024 keine olympischen Segelwettbewerbe vor Kiel geben. Nach dem Nein der Hamburger dominierte in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt die Enttäuschung. „Das ist ein bisschen wie die goldene Ananas“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und sprach von einem „schwarzen Tag für den deutschen Sport“. Zuvor hatten sich 65,57 Prozent der Kieler für die Bewerbung ausgesprochen. 34,43 Prozent waren dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,71 Prozent.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zeigte sich enttäuscht trotz des „schönen Ergebnisses“ in Kiel. „Aber es nützt uns alles nichts.“ Zwar sei Kiel die erste Stadt, deren Bürger sich in einem Entscheid für die Austragung Olympischer Spiele ausgesprochen hätten. „Alle anderen haben Nein gesagt. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass – immer dann wenn Bürger gefragt werden – sie Olympia nicht wollen, mit Ausnahme von Kiel.“ Er bedauere das sehr, weil Olympia für den Norden eine herausragende Entwicklungschance gewesen wäre. Innenminister Stefan Studt (SPD) nannte das Hamburger Votum „maximal bedauerlich“.