St. Georg

Rauschende Nacht für die Abendblatt-Leser

350 Leser kamen zum zweiten Treue-Ball des Hamburger Abendblatts in das Hotel Atlantic, feierten bei Livemusik bis in den frühen Morgen

St. Georg. Ralf Nehmzow

„Der erste Tag im Monat Mai ist mir der glücklichste von allen.“ Der Satz des Dichters Friedrich von Hagedorn war das passende Motto beim zweiten Treue-Ball des Hamburger Abendblatts. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude: 350 treue Abendblatt-Abonnenten feierten am Donnerstagabend im festlich geschmückten Hotel Atlantic an der Außenalster ein ganz besonderes Fest, den „Tanz in den Mai“.

Miniatur-Maibäume zierten als Deko die Tische, die Säle waren in lilafarbenes, grünes und maritim-blaues Licht getaucht, Frederick Thoele und seine Hamburger Party-Band „Soulisten“ sorgten für Andrang auf der Tanzfläche. Schon Monate im Voraus hatte das Abendblatt-Team von Marketing & Events gemeinsam mit den Mitarbeitern des Hotels diesen Abend akribisch geplant.

Der Aufwand hat sich gelohnt. „Eine wunderbare Idee, um auch mal andere Menschen kennen zu lernen und mal wieder richtig zu tanzen“, sagte Heike Sauer, 71, die mit ihrem Ehemann Peter, 73, den Ball besuchte. „Mein Knie wurde unlängst operiert, mal sehen, ob ich schon wieder tanzen kann“, sagte Claus-Peter Paulsen, 76, aus Hummelsbüttel, der mit seiner Frau Ose, 76, zum Ball kam.

Das Hamburger Abendblatt richtete den Treue-Ball im vergangenen Jahr zum ersten Mal aus, als Dankeschön für besonders treue Leser. In einem einzigartigen, eigens für Abonnenten entwickelten Programm, das sich, je nach Dauer der Abozeit, in vier Kategorien mit Treue-Karten aufteilt, werden Leser mit exklusiven Vergünstigungen und Vorteilen belohnt. Dazu zählt auch der Ball, das Leser-Highlight.

Abendblatt-Verlagsgeschäftsführer Frank Mahlberg gab einen kurzen Rückblick auf das Jahr, das seit dem ersten Treue-Ball vergangen ist. „Auch für das Abendblatt war es spannend“, sagte Mahlberg und erinnerte unter anderem an den Umzug der Redaktion Ende März an den Großen Burstah unweit des Rathauses. Man wolle den Kontakt mit den Lesern weiter intensivieren. „Zum Beispiel mit diesem Ball. „Es gibt keine Zeitung in Deutschland, die so etwas veranstaltet.“ Es solle bald auch eine Abendblatt-Geschäftsstelle als Anlaufstelle für Leser am Großen Burstah geben. „Unsere Abonnenten sind schließlich das Wichtigste, was wir haben“, sagte Mahlberg.

Bei Carpaccio vom Seeteufel und Kalbsfilet mit gebackener Ochsenpraline auf gegrilltem Spargel plauderten die Gäste ausgelassen. „Uns hat der Ball im vergangenen Jahr so gut gefallen, dass wir dieses Mal wiedergekommen sind“, sagte Martin Leser, 59, der mit seiner Frau Constanze, 57. da war.

Auf der Bühne präsentierten Frederick Thoele und seine „Soulisten“ mit drei Front-Sängerinnen aus New York und Jamaika Songs aus 60 Jahren Popgeschichte. „Uns macht Live-Musik Spaß, so kann man direkte Emotionen beim Publikum bewirken“, sagte Bandleader Thoele. „Die Soulisten sind in Hamburg für solche exklusiven Veranstaltungen die Nummer eins“, sagte Abendblatt-Marketingchefin Vivian Hecker, die zudem die Rock ’n’ Roll-Coverband „The Baseballs“ aus Berlin engagiert hatte. „Wir wollten mal was Neues ausprobieren“, sagte Hecker und, mit einem Augenzwinkern: „Elvis ist tot, deshalb haben wir uns für die ,Baseballs’ entschieden.“ Sie habe wieder versucht, „für jeden etwas zu finden. Das positive Feedback macht glücklich“. Bei den Gästen kam die musikalische Mischung ganz offensichtlich an, das Tanz-Parkett war gut besucht. Als um Mitternacht die Tänzer der Schule „Die Schrittmacher“ eine Showeinlage zeigten, die Tänzer mit Pettycoats und Haartollen die Rock’ n’ Roll-Stimmung der „Baseballs“ aufgriffen, gab es großen Applaus. Moderatorin Julia Westlake hatte es schon zu Beginn prophezeit: „Der Tanz in den Mai ist doch eigentlich noch viel schöner als Silvester. Am nächsten Tag muss man nämlich nicht sofort abnehmen oder aufhören zu rauchen.“

Erinnerungsbilder von der rauschenden Ballnacht konnten die Gäste sofort mit nach Hause nehmen. Ein Fotograf lichtete die Besucher vor einer Wand mit Abendblatt-Schriftzug ab. Auch das Magazin „Der Hamburger“ hatten die Gäste als Präsent beim Abschied im „Gepäck“. Für einige war das Gepäck sogar noch ein bisschen schwerer: Herbert Meier aus Wandsbek war der Hauptgewinner der Tombola. Der 68-Jährige und seine Frau Angelika nahmen einen Reisegutschein im Wert von 2000 Euro von Humboldt-Reisen mit. Klar war für die Gewinner sofort, dass es ans Meer gehen soll. „Wir sind Hamburger, wir sind Meermenschen“, sagte Meier. Den zweiten Preis, eine Mini-Kreuzfahrt für 20 Personen auf der Elbe mit Barkassen-Meyer gewann Roswitha Badensasser. Den dritten Preis, einen Jahresvorrat an fritz-kola, erhielt Carmen Winkler.

Für einige Gäste gab es beim Tanz in den Mai sogar doppelt Grund zum Feiern. Ulrike und Christoph Wenhardt, beide 32, waren zum ersten Mal bei dem Fest im Atlantic dabei. „Wir haben vergangenes Jahr geheiratet und die Ballkarten von unseren Eltern geschenkt bekommen.“ Abonnent Dieter Sammann feierte seinen 75. Geburtstag beim Treue-Ball. „Vergangenes Jahr um diese Zeit waren wir auf Kreuzfahrt, aber dieses Mal haben wir so geplant, dass wir den Geburtstag beim Treue-Ball feiern können“, sagte der Pinneberger, der mit seiner Frau Angelika zum Tanzen gekommen war. Und dann war sein Ehrentag auch schon fast vorbei, die „Soulisten“ spielten: „Komm, lieber Mai, und mache“.