Meisterwerke zu sehen

Hamburger Kunsthalle trotz Modernisierung weiter offen

Trotz der Modernisierung bleibt die Hamburger Kunsthalle weiter offen: Bis zum 3. Januar 2016 sind mehr als 200 Meisterwerke in der Galerie der Gegenwart zu sehen. Auch Werke von Emil Nolde werden 2015 gezeigt.

Hamburg. Die Hamburger Kunsthalle hat am Donnerstag einen Ausblick auf das Jahr 2015 gegeben. Da der Gründungsbau von 1869 und der Erweiterungsbau von 1919 modernisiert werden, können Ausstellungen nur in der Galerie der Gegenwart gezeigt werden.

Unter dem Titel „Spot on“ sind dort im Sockelgeschoss bis zum 3. Januar 2016 auch mehr als 200 Meisterwerke der europäischen Kunstgeschichte zu sehen – darunter Herzstücke der Sammlung wie Max Beckmanns „Odysseus und Kalypso“ (1943), Édouard Manets „Nana“ (1877) oder Caspar David Friedrichs „Das Eismeer“ (1823). Kernstück der Modernisierung für 22 Millionen Euro ist die Wiederbelebung des historischen Haupteinganges im Gründungsbau.

Der Rundgang beginnt mit der sakralen Malerei im Spätmittelalter, von den holländischen Malern des Goldenen Zeitalters geht es weiter zu den Kunstkammern der Spätrenaissance und des Barocks. Auf die wichtigsten Werke der Romantik folgt „Das Frauenbild des 19. Jahrhunderts“ mit Werken von Edgar Degas, Anselm Feuerbach, Edouard Manet und dem berühmten „Drei Frauen in der Kirche“ von Wilhelm Leibl.

Ein Raum an der Schwelle zur Moderne ist den Impressionisten Max Liebermann (1847-1935) und Lovis Corinth (1858-1925) gewidmet. In den Räumen der Klassischen Moderne treffen „Brücke“-Maler wie Ernst Ludwig Kirchner auf die Künstler des „Blauen Reiters“ wie Wassily Kandinsky und Franz Marc.

Hamburger Kunsthalle zeigt „Emil Nolde in Hamburg“

Hamburg spielte für Emil Nolde (1867-1956) eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund zeigt die Hamburger Kunsthalle im kommenden Herbst eine Ausstellung, die die enge Verbindung des Künstlers mit der Hansestadt in den Mittelpunkt stellt.

„Hamburg inspirierte Nolde nicht nur zu zahlreichen Werken, hier wurde seine Bedeutung auch zu einem frühen Zeitpunkt erkannt“, sagte Kuratorin Karin Schick am Donnerstag in Hamburg. Regelmäßig besuchte Nolde Hamburg auf seinen Reisen. „Er war fasziniert vom Hafen mit seinem lebendigen Treiben und von Wind und Wetter“, sagte Schick. Zu sehen sind 150 Werke, viele davon aus der Nolde Stiftung Seebüll.