Hamburg

Minderjährige Flüchtlinge bei Laubeneinbruch festgenommen

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13-Jähriger tritt fast täglich mit Straftaten in Erscheinung. Der Einbruch passierte am Mittwochabend um kurz nach 18 Uhr. Bei den Minderjährigen stellten die Beamten verschiedenes Diebesgut sicher.

Winterhude. Polizisten haben drei zwölf, 13 und 15 Jahre alte unbegleitete Flüchtlinge bei einem Einbruch in eine Gartenlaube an der Bebelallee festgenommen. Die Tat passierte am Mittwochabend um kurz nach 18 Uhr. Ein Anlieger hatte den Schein einer Taschenlampe in einer Laube bemerkt und den Pächter, 50, informiert. Der rief die Polizei und hinderte die Jungen an der Flucht.

Eintreffende Beamte konnten das Trio noch in der Gartenlaube stellen. Der 15-Jährige wurde festgenommen. Die beiden Kinder kamen, weil sie strafunmündig sind, in Gewahrsam. „Es stellte sich heraus, dass die Tatverdächtigen ein Fenster aufgehebelt und anschließend in die Laube eingedrungen waren“, so Hauptkommissar Andreas Schöpflin. „Das Innere der Laube war komplett verwüstet worden. Bei den Minderjährigen stellten die Beamten mehrere Handys und Schmuck mit Preisetiketten als mutmaßliches Diebesgut sicher.“ Bei den Sachen dürfte es sich um Beute aus verschiedenen Straftaten handeln. Die Kripo versucht, die sichergestellten Sachen konkreten Tatorten zuzuordnen.

Die drei Jungen wurden später Mitarbeitern des Kinder- und Jugendnotdienstes übergeben. Lediglich gegen den Jugendlichen konnte ein Strafverfahren eingeleitet werden. Eine Aussage bei der Polizei machte er nicht.

Der Jugendliche ist genauso wie der 13 Jahre alte Junge bei der Polizei hinreichend im Zusammenhang mit Straftaten bekannt. Beide werden bereits als Intensivtäter geführt. Der 13-Jährige tritt nahezu täglich bei der Polizei im Zusammenhang mit Straftaten in Erscheinung. Bei ihm soll es sich um das Kind handeln, für das die Behörden bundesweit eine geschlossene Unterbringungsmöglichkeit suchen. Hamburg selbst verfügt über keine entsprechende Einrichtung.

Für die kommenden Wochen befürchtet die Polizei vermehrt Einbrüche in Gartenlauben durch junge Flüchtlinge. Das geht aus einem internen Lagepapier vor, das dem Abendblatt vorliegt. Die Jugendlichen zielen dabei nicht unbedingt auf mögliche Beute, sondern suchen vielfach einfach einen Schlafplatz für die Nacht. Kleingartenparzellen, so steht es in dem Bericht, dürften jetzt „aufgrund reduzierter Nutzung durch die Berechtigten erfahrungsgemäß für die Personen zum Winter hin attraktiver werden“. Im Umfeld einer Einrichtung für die Erstaufnahme von jungen Flüchtlingen wurden bereits vermehrt solche Taten festgestellt.

( (zv) )

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